Betriebskrankenkassen (BKK) übernehmen Kosten für Hamburger ‘Notmütter’

Betriebskrankenkassen (BKK) übernehmen Kosten für Hamburger ‚Notmütter‘

Die Betriebskrankenkassen (BKK) bieten ab sofort BKK-versicherten Familien im Bedarfsfall die Leistungen des Notmütterdienstes an. Erkranken Eltern und müssen dann stationär ins Krankenhaus oder eine Reha-Einrichtung und können ihre Kinder zuhause nicht mehr betreuen, können diese Betroffenen nun auf den Notmütterdienst e. V. zugreifen. Die „Notmütter“ betreuen und versorgen nach Bedarf stundenweise oder rund um die Uhr die Kinder zuhause und übernehmen alle Aufgaben, die im Normalfall die Eltern leisten. Damit ist der Notmütterdienst eine Alternative zur Fremdunterbringung des Kindes.

Gesetzlich Krankenversicherte haben Anspruch auf Haushaltshilfe nach § 38 Sozialgesetzbuch, wenn ihnen z. B. wegen eines Krankenhaus-, Kur- oder Reha-Aufenthaltes die Weiterführung des Haushalts nicht möglich ist und wenn im Haushalt Kinder unter 12 Jahren leben oder die Kinder behindert sind. Die Leistungen des Notmütterdienstes werden auf dieser Grundlage zulasten der Versichertengemeinschaften erbracht. Für die BKK-Versicherten ist die Inanspruchnahme bis auf die gesetzlich vorgeschriebenen Eigenanteile kostenfrei. Die Leistungsgewährung muss bei der BKK beantragt werden.

Dieses Angebot hilft Kindern, deren Eltern auf Grund von Krankheit nicht für sie da sein können. Der Notmütterdienst stellt eine auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder zugeschnittene Betreuung im gewohnten häuslichen Umfeld sicher. In der Vergangenheit wurde die Versorgung dieser Kinder oftmals durch ambulante Pflegedienste sichergestellt. Deren Fachkräfte für Alten- und Krankenpflege sind in der Kinderbetreuung aber nicht immer im gleichen Maße qualifiziert, wie die „Notmütter“.

Der Notmütterdienst Familien- und Seniorenhilfe e.V. wurde im Jahr 1969 als gemeinnützige Organisation ins Leben gerufen um, Menschen, die durch Krankheit, Alter etc. in eine Notsituation geraten sind, schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten. Sei es, dass in einer Familie die Mutter vorübergehend ausfällt und die Kinder unversorgt sind, sei es, dass ein älterer Mensch ständig Hilfe und Betreuung benötigt, um in der eigenen Wohnung verbleiben zu können. Ferner besitzt der Notmütterdienst langjährige Erfahrung in der Betreuung von Kindern, deren Mutter oder Betreuungsperson ihre Aufgabe nicht selbst wahrnehmen kann. Daher sind die „Notmütter“ in der Lage, all denjenigen zu helfen, die sonst ihren gewohnten Lebensbereich verlassen müssten. Der Notmütterdienst Familien- und Seniorenhilfe e. V. ist eine gemeinnützige Organisation und ist zur Finanzierung seiner Aktivitäten auf Spenden und Mitgliedsbeiträge angewiesen.

Der Notmütterdienst verpflichtet sich, den Versicherten binnen eines Tages nach dem Antrag eine geeignete Betreuungsperson vorzuschlagen. Damit ist auch kurzfristige Hilfe möglich.

Pflegestützpunkte

Pflegestützpunkte in Deutschland

Hier erhalten Pflegebedürftige, Angehörige und andere interessierte Personen kompetente Auskünfte und Beratungen bis hin zur Koordination erforderlicher Leistungen im Einzelfall.