Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung jetzt auch für junge BKK-Versicherte im Norden

Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung für junge BKK-Versicherte im Norden

Zusätzliches Vorsorgeangebot im Norden – BKK bietet Hautkrebs-Screening für junge Menschen

Junge BKK-Versicherte in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein können seit dem 1. Oktober 2009 eine Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen. Damit ergänzen die Betriebskrankenkassen für diejenigen Versicherten, die jünger als 35 Jahre alt sind die gesundheitlichen Vorsorge-Angebote. Bislang sind die Betriebskrankenkassen die einzige Kassenart, die ihren jungen Mitgliedern diese Zusatzleistung flächendeckend im Norden anbieten.

Seit Juli 2008 hatten bereits alle gesetzlich Versicherten über 35 Jahre einen Anspruch auf die Hautkrebsvorsorge. Berechtigt zur Durchführung der Hautkrebsvorsorge sind speziell fortgebildete und zertifizierte Hausärzte sowie alle Fachärzte für Dermatologie. Ziel der Hautkrebsvorsorge ist die frühzeitige Erkennung von Hautkrebs, da dieser in den frühen Stadien eine hervorragende Behandlungsprognose besitzt. Bislang nutzen aber zu wenige Menschen diese völlig schmerzfreie Vorsorgeuntersuchung: im zweiten Halbjahr 2008 waren es in den drei norddeutschen Ländern nur knapp 1 Prozent aller gesetzlich Krankenversicherten.

Rund 140.000 Bundesbürger erkranken nach Angaben des Berufsverbandes der Dermatologen jährlich an Hautkrebs. In den vergangenen Jahrzehnten habe die Erkrankungsrate damit stark zugenommen. Insbesondere bei Jugendlichen sei eine deutliche Steigerung zu verzeichnen. Daher wollen die Betriebskrankenkassen auch dieser Altersgruppe die Möglichkeit zur Vorsorge bieten. Diese kann einmal jährlich beim Haus- oder Hautarzt in Anspruch genommen werden.

Die Anzahl an Hautkrebserkrankungen ist in den letzten Jahrzehnten in Nordeuropa drastisch gestiegen. Heute erkranken dreimal mehr Menschen an einem malignen Melanom als noch vor 20 Jahren. Den Grund hierfür sehen Experten vor allem in veränderten Freizeitgewohnheiten. Mit dem Ziel einer möglichst braungebrannten Haut setzt man sich heute intensiver der Sonne aus als noch vor wenigen Jahrzehnten. Auch Reisen in sonnige Länder und die zunehmende Nutzung von Solarien haben vermutlich zu der weltweit gestiegenen Hauttumorrate beigetragen. Auch veränderte Umweltbedingungen werden eine wachsende Rolle spielen, darauf weist zum Beispiel das Bundesamt für Strahlenschutz hin: Weltweit nimmt die atmosphärische Ozonschicht ab, die einen Schutzschild vor der UV-Strahlung darstellt. Dadurch ist in Zukunft auch in unseren Breiten eine Zunahme der UV-Belastung zu erwarten.

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