Integrierte Behandlungsprogramme für Patienten mit chronischen Kopf- und Gesichtsschmerzen

Integrierte Behandlungsprogramme für Patienten mit chronischen Kopf- und Gesichtsschmerzen

Die Patientinnen und Patienten bekommen eine etwa ein Jahr dauernde Langzeittherapie, bei der die Ärzte am Wohnort und die Spezialisten in der Kieler Schmerzklinik Hand in Hand zusammenarbeiten. Die Koordination der fachübergreifenden Behandlung übernimmt der Leiter der Schmerzklinik Kiel, Prof. Dr. Göbel. Er übernimmt auch die Verlaufs- und Erfolgskontrolle sowie die Fortbildung und Beratung der Netzwerkpartner. Dazu zählen bundesweit rund 400 niedergelassene Fachärzte mit dem Schwerpunkt Schmerztherapie.

Die Behandlung erfolgt in drei Phasen: In Phase 1 wird die Schmerzerkrankung durch einen Schmerztherapeuten diagnostiziert und in Schweregrade eingestuft. In Phase 2 erfolgt bei schweren Schmerzerkrankungen eine vollstationäre neurologisch-verhaltensmedizinische Behandlung. In Phase 3 wird der Patient ein Jahr lang weiter begleitet. In regelmäßigen Abständen erfolgt eine Verlaufs- und Erfolgskontrolle, nach der die Therapie individuell angepasst wird.

Die Aufnahme in das Behandlungsprogramm erfolgt anhand bestimmter Kriterien, die sektorenübergreifend für die verschiedenen Schnittstellen des Gesundheitswesens definiert sind. Hintergrund dieses Kriterienkataloges ist unter anderem, dass es sinnvoll für den Patienten ist, wenn er nicht zu früh aus dem ambulanten Bereich in den stationären gelangt, dass aber andererseits auch nicht zu lange gewartet werden darf, da ansonsten die Gefahr der Chronifizierung steigt.

Pflegestützpunkte

Pflegestützpunkte in Deutschland

Hier erhalten Pflegebedürftige, Angehörige und andere interessierte Personen kompetente Auskünfte und Beratungen bis hin zur Koordination erforderlicher Leistungen im Einzelfall.