Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen

Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen

Wir ermöglichen einen chancengleichen Zugang zu Gesundheitswissen und Angeboten von Gesundheitsförderung und Prävention.

Mit "bauchgefühl" Essstörungen vorbeugen

Initiative zur Prävention von Essstörungen bei Jugendlichen

Hungern, Erbrechen oder Fressanfälle – Essstörungen gibt es in verschiedenen Varianten. Nahezu jedes vierte Mädchen im Alter zwischen 11 und 17 Jahren in Nordrhein-Westfalen zeigt bereits Symptome einer Essstörung. Allein in NRW sind demnach über eine viertel Million Kinder und Jugendliche betroffen. Essstörungen gehören zu den am meisten verbreiteten psychosomatischen Erkrankungen in westlichen Gesellschaften. Dazu zählen Magersucht, Ess- und Brechsucht, Fettsucht sowie Binge Eating Störung (psychogene Form des Übergewichts).

Mit einer landesweiten Präventionskampagne „bauchgefühl“ will deshalb der BKK-Landesverband NORDWEST mit seinen Betriebskrankenkassen in den weiterführenden Schulen an Rhein und Ruhr der Entstehung von Essstörungen frühzeitig entgegenwirken. In Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW bieten die Betriebskrankenkassen das Unterrichtsprogramm „bauchgefühl“ an. Das dazu notwendige Informationsmaterial stellen die Betriebskrankenkassen bereit. Der 400-seitige Materialordner wird in den kommenden Wochen landesweit an interessierte Lehrerinnen und Lehrer verteilt. Die Pädagogen finden darin für ihre Unterrichtsvorbereitung Arbeitsblätter, Podcasts, Videos sowie Bilder vor. In den vorbereiteten Unterrichtsmodulen werden Themen wie „Schönheit und Schönheitsideal“, „Selbstwertstärkung“ oder „Essverhalten und Funktion des Essens“ zielgruppengerecht aufgegriffen.

Obwohl die Initiative „bauchgefühl“ vorwiegend auf die Vermeidung von Essstörungen abzielt, soll auch den bereits an einer Essstörung erkrankten Jugendlichen der Einstieg in eine Behandlung erleichtert werden. Zu diesem Zweck wird über die Internetseite unter www.bkk-bauchgefuehl.de eine anonyme Beratung angeboten. Jugendliche erhalten hier darüber hinaus auch die Möglichkeit, sich über ihre Essprobleme untereinander auszutauschen. Ergänzt wird die Initiative außerdem durch ein Elternmodul sowie ein Fortbildungsangebot für die Lehrerinnen und Lehrer.

Das Unterrichtsprogramm für Berufskollegs: http://www.bkk-bauchgefuehl.de/schule_fuer-schulen_unterrichtsprogramm-sek-2-nrw

Hinweise für Schulen: http://www.bkk-bauchgefuehl.de/schule/fuer-schulen/bestellung

Sporthelfer - Schüler bewegen Schüler

Sporthelfer-Programm

Landesprogramm für Sporthelferinnen und Sporthelfer bis 2018 verlängert: Das bereits 2003 gestartete Sporthelfer-Programm zur landesweiten Förderung des freiwilligen Engagements von Jugendlichen speziell im Schulsport wird bis Ende 2018 fortgesetzt und schrittweise ausgebaut. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten die Sportjugend NRW im LSB NRW als federführender Träger, die Landesregierung NRW, der BKK-Landesverband NORDWEST und die Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, die sich die Finanzierung dieser Förderung teilen. Jährlich stehen 250.000 Euro zur Verfügung.
Die Zielsetzung der fünf Partner ist klar: Bis 2018 sollen jährlich bis zu 8.000 Sporthelferinnen und Sporthelfer ausgebildet werden. Bereits jetzt sind an rund 1.000 Schulen – involviert sind alle Schulformen – die jungen Freiwilligen in bewegten Pausen, in sämtlichen Angebotsformen des außerunterrichtlichen Schulsports inklusive dem Sport im Ganztag aktiv. Qualifiziert werden die Jungen und Mädchen hierfür in einer speziellen Ausbildung, die den Jugendlichen zudem einen gelungenen Einstieg in das Qualifizierungssystem des organisierten Sports ermöglicht sowie Perspektiven für die spätere Übernahme ehrenamtlicher Funktionen in Schule und Sportverein aufzeigt.
Seit Programmbeginn wurden über 50.000 Sporthelfer/innen ausgebildet. Diese Ausbildung im Rahmen des Schulsports hat eine herausragende Bedeutung vor allem für die Persönlichkeitsentwicklung der Jugendlichen, die Gesundheitsförderung und Prävention in unserer Gesellschaft und für die Entwicklung des gemeinnützigen Sports in den Kommunen.
Die Umsetzung des Landesprogramms hat für alle Träger eine hohe Bedeutung. Der LSB NRW hat das Sporthelfer-Programm als wesentlicher Bestandteil in sein Programm „NRW bewegt seine KINDER!“ integriert.

Weitere Informationen unter http://www.schulsport-nrw.de/fuer-schuelerinnen-und-schueler/sporthelferin.html und https://www.sportjugend.nrw/unser-engagement/fuer-schulsport-und-ganztag/sporthelfer-innen/

 

Gesunde Kinder in gesunden Kommunen

Am 03. März 2009 wurde das grenzüberschreitende Partnernetzwerk „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ in Kleve gegründet.

Mit diesem sehr ambitioniert angelegten Präventionsprojekt soll mit deutschen und niederländischen Partnern das Ziel erreicht werden, über ein euregionales und interkommunales Netzwerk den Aufbau und die Weiterentwicklung einer nachhaltigen Gesundheitsförderung zum Wohle von Kindern zu gewährleisten.

Ein grenzüberschreitendes Konsortium, an dem auch der BKK-Landesverband NORDWEST beteiligt ist, wird mit Unterstützung der Euregio Rhein-Waal das Interreg IV A Projekt „Gesunde Kinder in gesunden Kommunen“ bis zum Jahre 2012 in voraussichtlich zwölf Kommunen in den Niederlanden und Nordrhein-Westfalen mit den geplanten Förder- und Begleitmaßnahmen in den verschiedenen Lebensbereichen der Kinder umsetzen.

Einen umfassenden Überblick vermittelt die Homepage von GKGK.

Ergänzende Hinweise zu diesem Projekt können der Kurzfassung des Handbuchs entnommen werden, die hier zum Download bereitstehen:
GKGK Handbuch

Fit von klein auf - Der Gesundheitskoffer

Programm zur Förderung des Ernährungs- und Bewegungsverhaltens in Kindertagesstätten

Die Initiative „Fit von klein auf“ zielt darauf ab, ErzieherInnen und Eltern in Kindertageseinrichtungen (Kitas) zu motivieren, zu qualifizieren und praktisch zu unterstützen, gesundheitsbezogene Themen effektiv umzusetzen. Die Initiative will gesundheitsförderliches Verhalten in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Stress und Entspannung stärken. Darüber hinaus soll die Entwicklung der Kinder zu selbstbestimmten Persönlichkeiten und der Aufbau gesundheitsförderlicher Strukturen in den Kitas gefördert werden. Im Mittelpunkt der Initiative „Fit von klein auf“ stehen der Gesundheitswettbewerb für Kindertageseinrichtungen und der Gesundheitskoffer, der im Rahmen von Patenschaften zwischen Betriebskrankenkassen und Kitas übergeben wird.

Nähere Informationen auf www.fitvonkleinauf.de.

 

Fit von klein auf - Wettbewerb "Gesunder Arbeitsplatz Kita"

Im Rahmen des im Jahre 2010 durchgeführten Wettbewerbs wurden die zehn besten Kindertageseinrichtungen aus Nordrhein-Westfalen von einer Fachjury ausgewählt und für ihre herausragende Konzeption „Gesunder Arbeitsplatz KITA“ vom BKK-Landesverband NORDWEST ausgezeichnet. Schirmherrin des Wettbewerbs war Olympionikin und Schwimmerin Antje Buschschulte. Für sie war als junge Mutter die Beteiligung an der Initiative eine Herzensangelegenheit, denn: „Gesunde Kinder erfordern nun einmal gesunde Erzieherinnen und Erzieher!“. Ziel des initiierten Wettbewerbs war, erfolgreiche Maßnahmen und Aktivitäten in KITAS zur Betrieblichen Gesundheitsförderung zu eruieren, prämieren und zur Nachahmung empfehlen, um damit gesunde Arbeitsbedingungen für Erzieherinnen und Erzieher zu fördern.

Die innovativsten und erfolgreichsten Ansätze der prämierten Kitas wurden in einer Broschüre zusammengeführt. Darüber hinaus enthält diese Praxishilfe weitere Tipps, wie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kitas Instrumente zur Gesundheitsförderung nachhaltig implementiert werden können.

Die Broschüre steht hier zum Download bereit:
Broschüre Fit von klein auf – Gesunder Arbeitsplatz Kita

 

Online-Fortbildung „Gesundheitspädagogik in der Kindertageseinrichtung“ für ErzieherInnen.

Ziel dieser internetbasierten Fortbildung ist die Befähigung zum Einbezug gesundheitsförderlicher Aspekte in den pädagogischen Alltag. Der Online-Kurs, als lebendiger Mix aus Theorie und Praxis, schließt nach 14 Wochen mit einem Zertifikat ab. Die Module behandeln u. a. die Themen Gesundheit & Gesundheitsförderung, Bewegungs-, Ernährungs- und Entspannungspädagogik sowie betriebliche Gesundheitsförderung.

Mehr Informationen zur Online-Fortbildung finden Sie unter www.ipg-onlinefortbildung.de.

Früherkennungsuntersuchungen für Kinder U10 – U11

Durch Früherkennungsuntersuchungen sollen mögliche Gefahren für die Gesundheit unserer Versicherten abgewendet werden. Die BKK trägt daher die Kosten der ärztlichen Maßnahmen, die insbesondere darauf gerichtet sind:

  • Verdachtsfälle eingehend zu diagnostizieren,
  • erkannte Krankheiten rechtzeitig zu behandeln und
  • Änderungen gesundheitsschädigender Verhaltensweisen frühzeitig zu bewirken.

Die Kinderuntersuchungen dienen der Früherkennung von Krankheiten, die eine normale körperliche oder geistige Entwicklung des Kindes in nicht geringem Maße gefährden.

Die U 10 ist die erste zusätzliche Früherkennungsuntersuchung im Schulalter. Sie soll eine große Lücke zwischen den bisherigen Terminen (U9 mit 5 Jahren und J1 mit 12 bis 14 Jahren) schließen, um eine bessere Prävention in dieser, für die Entwicklung des Kindes entscheidenden Altersstufe zu ermöglichen. Hier gilt es umschriebene Entwicklungsstörungen zu erkennen und zu behandeln. Dazu gehören z. B. Lese- Rechtschreibstörungen, Rechenstörungen, Adipositas, Störungen der motorischen Entwicklung sowie Verhaltensstörungen (z. B. ADHS).

U11. Untersuchung – zwischen dem 9. und 10. Lebensjahr

Diese Vorsorgeuntersuchung umfasst folgende Schwerpunkte: Erkennen von Schulleistungsstörungen und Einleitung einer Behandlung, Sozialisations- und Verhaltensstörungen, Zahn-, Mund- und Kieferanomalien, gesundheitsschädigendes Medienverhalten, Förderung von Bewegung- und Sport, Erkennen und Verhindern eines problematischen Umgangs mit Suchtmitteln und Unterstützung eines gesundheitsbewussten Verhaltens (u.a. Ernährungs-, Bewegungs-, Stress-, Sucht- und Medienberatung).

Die Betriebskrankenkassen übernehmen die Kosten für die U10 und U11 bei den am Vorsorgeprogramm teilnehmenden Vertragsärzten (siehe Liste). Diese werden direkt über die Versichertenkarte abgerechnet. In einigen Bundesländern werden darüber hinaus noch zusätzliche Beratungsangebote (z. B. Beratung zur Allergieprävention), Untersuchungen (z. B. Baby- oder Sprachchecks) und optimierte Behandlungsmethoden angeboten.

Bitte beachten Sie: Um regionale Besonderheiten zu berücksichtigen, können einzelne Programmbestandteile variieren. Nähere Informationen zum genauen Leistungsumfang erfahren Sie direkt bei Ihrem Kinderarzt oder Ihrer BKK.