Haushaltshilfe

Haushaltshilfe

Unter bestimmten Voraussetzungen übernimmt die Krankenkasse die angemessenen Kosten für eine Haushaltshilfe, wenn die Weiterführung des Haushaltes z.B. wegen eines Krankenhausaufenthaltes oder einer von der Krankenkasse finanzierten Rehabilitationsleistung nicht möglich ist. Voraussetzung ist, dass im Haushalt ein Kind lebt, das noch keine zwölf Jahre alt oder das behindert und deshalb auf Hilfe angewiesen ist. Anspruch besteht allerdings nur, soweit keine andere im Haushalt lebende Person den Haushalt weiterführen kann. Kann die Krankenkasse keine Haushaltshilfe stellen oder besteht Grund davon abzusehen, sind den Versicherten die Kosten für eine selbst beschaffte Haushaltshilfe in angemessener Höhe zu erstatten.

Haushaltshilfe kann u.a. in Zusammenhang mit Leistungen bei Schwangerschaft und Mutterschaft im Rahmen des § 199 RVO, bei Krankheit (§ 38 SGB V) oder in Zusammenhang mit Rehabilitationsmaßnahmen (§ 54 SGB IX) erbracht werden.

Die Haushaltshilfe muss grundsätzlich vor der Inanspruchnahme beantragt werden.

Zuzahlung

Die Zuzahlung zur Haushaltshilfe beträgt 10 % je Leistungstag. Die tägliche Zuzahlung soll mindestens 5,00 EUR und höchstens 10,00 EUR betragen. Eine Ausnahme gilt jedoch für Haushaltshilfen aus Anlass von Schwangerschaft und Entbindung. Hierzu sind weiterhin keine Zuzahlungen zu leisten.