Pressemitteilung: STARTSCHUSS IN DER STÄDTEREGION - AACHEN FÜR DIE SPEZIALISIERTE AMBULANTE PALLIATIV-VERSORGUNG
Gemeinsame Pressemitteilung
STÄDTEREGION AACHEN, 1. 12. 2009. Auch in der Städteregion Aachen ermöglicht jetzt der Vertragsabschluss über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) eine umfassende häusliche Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. Das bedeutet, diese Patienten können künftig auf ihren Wunsch zuhause umfassend medizinisch und pflegerisch, bei Bedarf rund um die Uhr, versorgt werden. Ziel ist es, den Weg ins Krankenhaus oder in ein Hospiz oder das Sterben im Altenheim zugunsten des letzten Lebensabschnittes in der gewohnten häuslichen Umgebung zu vermeiden. Ziel der Palliativ-Medizin ist die Schmerzlinderung bei schwerstkranken Patienten.
Das Versorgungsgebiet des Palliative-Care-Teams erstreckt sich auf die Städteregion Aachen. Dazu gehören: Stadtgebiet Aachen, Herzogenrath/Kohlscheid, Würselen, Alsdorf, Baesweiler, Stolberg, Eschweiler/Weisweiler und Röttgen. Darüber hinaus ist das Team auch in den grenznahen Gebieten Belgiens und der Niederlande tätig. Hierbei erstreckt sich das Betreuungsgebiet insbesondere auf die Gemeinden Raeren/ Hergenrath/Eupen/Kelmis in Belgien sowie Vaals und Kerkrade in den Niederlanden. In diesen Bereichen leben
ca. 30 000 deutschsprachige Bürger.
Die gesetzlichen Krankenkassen, die diesen Vertrag unter Federführung der AOK Rheinland/Hamburg mit Ärzten, Pflegefachkräften und weiteren Beteiligten abgeschlossen haben, begrüßten den Durchbruch für die Schwerstkranken unter ihren Versicherten. Cornelia Prüfer-Storcks, Vorstandsmitglied der AOK Rheinland/Hamburg, erklärte: „Patienten, die dies wünschen, werden einen schnellen, unbürokratischen Zugang zu dieser hochwertigen Versorgung bekommen." Damit kann jetzt eine Vielzahl von Patienten in der Städteregion Aachen im vertrauten häuslichen Umfeld spezialisiert medizinisch versorgt und umfassend gepflegt werden. Beteiligt sind neben der AOK Rheinland/Hamburg und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein die Ersatzkassen, die Betriebskrankenkassen, die IKK Nordrhein sowie die Knappschaft und die Landwirtschaftliche Krankenkasse.
Für die Versorgung steht in der Städteregion Aachen das Palliativ-Care-Team „Home Care Städteregion Aachen gUG" bereit. Gegründet im Oktober 2003 als Home Care e. V. als palliativmedizinisches Projekt, geht es auf eine Initiative niedergelassener Aachener Onkologen zurück. Daraus hervorgegangen ist die Home Care Städteregion Aachen gUG, deren einziger Gesellschafter der Verein ist. Das Palliative-Care-Team besteht aus elf qualifizierten Palliativ-Ärzten und rund 25 qualifizierten Palliativ-Pflegefachkräften. Das Palliative-Care-Team deckt im Versorgungsgebiet eine Einwohnerzahl von ca. 500 000 Menschen ab.
Zum Hintergrund: Etwa zehn Prozent aller Sterbenden benötigen eine besonders aufwändige, spezialisierte Versorgung. Um dies in häuslicher Umgebung zu ermöglichen, setzt die SAPV auf je ein Palliative-Care-Team in den 33 Regionen in Nordrhein (in Abhängigkeit der Einwohnerzahl), in denen bereits Palliativ-Netzwerke arbeiten. Verträge bestehen bisher in Düren und in Mettmann-Nord. Ein Palliative-Care-Team besteht aus mindestens drei qualifizierten Palliativ-Medizinern und mindestens vier Palliativ-Pflegekräften. Voraussetzung für die Teilnahme an der Versorgung ist neben der Qualifikationsanforderung die Sicherstellung einer 24-Stunden-Bereitschaft an sieben Tagen in der Woche. Dazu kommen Kooperationen mit ambulanten Hospizen und Apotheken.
Hat der Patient vom Haus-, Fach- oder Krankenhaus-Arzt eine Verordnung bekommen, dann besucht das Palliative-Care-Team den Kranken zu Hause und plant die optimale häusliche Versorgung unter Einbeziehung des Haus- oder Facharztes. Die Betreuung kann sich ebenso auf bestimmte Phasen erstrecken oder nur auf einen Teilbereich der Versorgung.
„Bei der SAPV handelt es sich nicht um ein Wettbewerbsfeld", so Dirk Ruiss, Sprecher des Verbandes der Ersatzkassen in NRW, „da sind sich alle gesetzlichen Krankenkassen einig. Im Mittelpunkt steht für uns allein die bestmögliche Versorgung der Versicherten."
| Federführend für die Veröffentlichung: AOK Rheinland/HamburgAndré Maßmann M.A.Telefon: 0211/ 8791 1262 Verband der Ersatzkassen, vdekDirk RuissTelefon: 0211/ 384 1015 BKK Landesverband NRWKarin HendrysiakTelefon: 0201/ 179-1511 KnappschaftSusanne Heinrich Telefon: 0234/ 30482-100 IKK NordrheinMichael Lobscheid Telefon: 01880 4551560 LandwirtschaftlicheKrankenkasse NRWHeinz SchmidTelefon: 0211/ 3387 366 |
