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Aktionsbündnis gegen Darmkrebs nominiert für den Felix Burda Award 2013 – Betriebskrankenkassen wollen Vorsorge verbessern

Das Engagement des BKK-Landesverbandes NORDWEST für die Darmkrebs-Vorsorge hat sich gelohnt: Das bisher bundesweit einmalige Aktionsbündnis gegen Darmkrebs ist für den Felix Burda Award 2013 nominiert worden. Die Felix Burda Stiftung zeichnet als Highlight des jährlichen Darmkrebsmonats März, die erfolgreichsten Projekte auf dem Gebiet der Darmkrebs Vorsorge mit dem Felix Burda Award aus. Unter den bisherigen Preisträgern sind prominente Namen wie Günther Jauch, Erol Sander und Wladimir Klitschko.

Eine unabhängige Expertenjury wählt aus den eingereichten Bewerbungen die Nominierten und Preisträger aus. Fünf Kategorien werden dabei vergeben: Medizin & Wissenschaft, Engagement des Jahres, Betriebliche Prävention, Beste Präventionsidee (Förderpreis) und Milestone Award. Die Preisverleihung an die Gewinner findet am 14. April 2013 im Berliner Adlon mit zahlreichen Gästen und Prominenten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und dem Showbusiness statt.

Bei dem seit Juli 2012 gestarteten bundesweiten Aktionsbündnis gegen Darmkrebs werden erstmalig Versicherte, die das 55. Lebensjahr erreicht haben, schriftlich von ihrer BKK zu einer Darmspiegelung eingeladen. Einzigartig ist dabei, dass dem Versicherten, falls er sich nicht zur Untersuchung durchringen kann, alternativ ein kostenloser Stuhltest angeboten wird.

Diesen kostenlosen Stuhltest erhält darüber hinaus auch die Altersklasse der 50 bis 54-Jährigen mit einer schriftlichen „Einladung“. Dieser neue Test entspricht den Empfehlungen der Europäischen Union und aktuell den Leitlinien des Berufsverbandes niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e. V. (bng). Die Nachweisquote bei diesem immunologischen Test liegt mit 90 % mehr als doppelt so hoch wie beim alten Papiertest. Die Betriebskrankenkassen verfolgen das politische Ziel, ein Einladungsverfahren zu etablieren, ähnlich wie beim Mammographie-Screening. Die Aktion greift auch Ansätze auf, die derzeit mit dem Krebsplan-Umsetzungsgesetz diskutiert werden. Hierzu gehört u.a. die stärkere Etablierung eines Einladungsverfahrens zur Koloskopie und der Einsatz eines verbesserten Vorsorgetests.

Die Betriebskrankenkassen erwarten durch ihre gebündelten Aktivitäten eine deutliche Zunahme bei der Früherkennung mit dem Endziel, die Zahl der Darmkrebserkrankungen und der Darmkrebstoten in Deutschland deutlich zu reduzieren. Jährlich gibt es rund 27.000 Tote durch Darmkrebs und 70.000 Neuerkrankungen. Eine Halbierung dieser negativen Bilanz sollte mittelfristig möglich und erstrebenswert sein.

Darmkrebs ist heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Alle Versicherten ab dem 55. Lebensjahr haben Anspruch auf eine Darmspiegelung, die Kosten hierfür werden von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Leider nutzen nur 3% der Berechtigten dieses Angebot – Tendenz rückläufig!

Das Aktionsbündnis gegen Darmkrebs steht unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr. Eingebunden und unterstützt wird es von der Felix Burda Stiftung, den Kassenärztlichen Vereinigungen und dem Bundesverband der Gastroenterologen.

Ansprechpartnerin:
Karin Hendrysiak, Pressesprecherin NRW
Tel.: 0201/1791511; Mobil: 01709235426
E-Mail:  Karin.Hendrysiak@bkk-nordwest.de