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Behindertengerechter Dienst- und Transportwagen für die AIDS-Hilfe Essen e.V. – Betriebskrankenkassen fördern Projekt „Hilfe zur Selbsthilfe“

Dank der Unterstützung durch die Betriebskrankenkassen können jetzt auch gehbehinderte Menschen, die an HIV oder Aids im Raum Essen erkrankt sind, mit einem weiteren zweiten PKW von zu Hause abgeholt werden, um sie z. B. zu einer Selbsthilfegruppe zu fahren, ins Klinikum Essen oder bei Behördengängen zu begleiten.
Den Schlüssel für den Skoda Roomster übergab stolz Reiner Geisler, Vorstand der NOVITAS BKK an Markus Willeke, stellv. Geschäftsführer der AIDS-Hilfe, Essen e.V.
Das seit zwei Jahren im Einsatz befindliche erste Fahrzeug ist ständig im Einsatz. Mit dem zweiten behindertengerechten Dienst- und Transportwagen erweitert sich der Personenkreis auf behinderte- und pflegebedürftige Menschen. So haben einige Klienten ihre medizinische Versorgung stark vernachlässigt und konnten aufgrund ihrer schlechten körperlichen Verfassung nicht alleine den Arzt aufsuchen. Durch die Möglichkeit anfänglich begleitet ein Fahrzeug nutzen zu können, konnten sie mobilisiert werden, Arzttermine regelmäßig wahrzunehmen, so dass sie sich gesundheitlich wieder stabilieren konnten und sich wieder selbst helfen können.
Durch die Einführung der hochaktiven antiviralen Therapie konnte eine deutliche Verbesserung in Form einer Lebensverlängerung für Betroffene erreicht werden. Dies hat ebenso zur Folge, dass die Klienten zunehmend älter werden. Die HIV-positiven und an Aids erkrankten Menschen leben in der Regel stark isoliert in Essen und fern eines normalen sozialen Netzwerkes. Viele leiden unter starken körperlichen Behinderungen, die HIV- oder drogenassoziiert sind. Der Anteil von Gehbehinderten und Pflegebedürftigen ist steigend. Aufgrund der Zunahme von neurologischen sowie psychiatrischen Krankheitsbildern zusätzlich zur HIV-Infektion sind vermehrt Kriseninterventionen durch die AIDS-Hilfe Essen e.V. notwendig geworden.
Sowohl eine schnelle persönliche Versorgung in Krisensituationen sowie die geplante Transportfahrt, z. B. zu einer Selbsthilfegruppe, ist bislang nicht immer möglich gewesen. Mit Hilfe des zweiten Dienst- und Transportwagens ist dies nun machbar.

Ansprechpartnerin:
Karin Hendrysiak, Pressesprecherin NRW
Tel. 0201/179-1511, Fax: -1691
Mobil: 0170/9235426
E-Mail: Karin.Hendrysiak@bkk-nordwest.de