Pressemitteilungen

Beschäftige in NRW länger krank – Digitalisierung bei der Arbeit hilfreich, aber auch belastend

Die Beschäftigten in NRW sind länger krank. Fehlten sie 2016 krankheitsbedingt durchschnittlich 17 Tage, so waren es im Jahre 2015 „nur“ 15 Tage. Die meisten Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) entstehen in NRW durch Muskel- und Skelett-Erkrankungen (z. B. Rückenleiden), gefolgt von Erkrankungen des Atmungssystems und psychische Störungen. Das geht aus den aktuellen Daten des BKK Gesundheitsreports 2016 hervor.

Höchste Krankenstände immer noch im Ruhrgebiet
Die höchsten Krankenstände fallen dabei immer noch im Herzen des Ruhrgebiets an, während sie sich in Städten wie Bonn (13 AU-Tage) und Münster (14 AU-Tage) weit unter dem Durchschnitt bewegen. Insbesondere Münster und Bonn sind durch den Hochschulbereich und den Dienstleistungssektor mit üblicherweise niedrigeren Ausfallzeiten geprägt. Spitzenreiter mit knapp 23 AU-Tagen waren Herne und Gelsenkirchen (22,5 AU-Tage)
Die Gründe für die Unterschiede bei den Arbeitsunfähigkeitstagen in den Städten liegen u.a. in den Arbeitsbedingungen wie der zunehmenden Verdichtung der Arbeit und die Digitalisierung in der Arbeitswelt sowie in der Alters- und Geschlechtsstruktur. Auch besteht ein Zusammenhang mit der regionalen Arbeitslosigkeit.

Digitale Arbeit hilfreich – aber auch belastend
So ist die Digitalisierung (nach einer deutschlandweiten Umfrage) heute schon für mehr als jeden zweiten Beschäftigten fester Bestandteil der Arbeit. Mehr als jeder Fünfte gab an, sich durch die Digitalisierung überlastet bzw. ausgebrannt zu fühlen. Bei den IT- und naturwissenschaftlichen Dienstleistungeberufen gab sogar fast jeder Dritte eine größere psychische Belastung infolge der Digitalisierung an.
Der größte Anteil der Befragten geht davon aus, dass sich durch die Digitalisierung der Wegfall und der Zuwachs von Arbeitsplätzen die Waage halten wird. Doch bezogen auf den eigenen Arbeitsplatz sind es vor allem die Berufe mit hohem Automatisierungsgrad, die in Zukunft einen Wegfall ihres Arbeitsplatzes befürchten.

Eine vollständige Übersicht der AU-Tage nach Städten und Kreisen in NRW siehe unter http://www.bkk-nordwest.de/presse-center/pressemitteilungen/

AU_2016_nach Land Kreis NRW

Regionaldossier_2017_NRW

Der BKK-Landesverband NORDWEST vertritt die Interessen der Betriebskrankenkassen und stellt die Versorgung der Versicherten in Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sicher. Aktuell zählt der BKK-Landesverband NORDWEST 21 Betriebskrankenkassen mit fast 3 Millionen Versicherten.

Ansprechpartner:
Karin Hendrysiak, Pressesprecherin
Tel.: 0201/179-1511
Mobil: 0170/9235426
E-Mail: Karin.Hendrysiak@bkk-nordwest.de