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Beschäftigte in der NRW Gesundheitsbranche oft länger krank als andere Beschäftigte

Die Beschäftigten in der Gesundheitsbranche in NRW sind länger krank als alle anderen nordrhein-westfälischen Beschäftigten. So fehlten Beschäftigte (im Jahr 2015) in Krankenhäusern 17,9 Tage und in Pflegeheimen sogar 22,2 Tage. Zum Vergleich: die durchschnittliche Fehltageanzahl bei Beschäftigten in NRW beträgt dagegen „ nur“ 16,1 Tage. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Neben der hohen psychosozialen Belastung, insbesondere bei den Gesundheitsberufen durch den täglichen Umgang mit Krankheit und Tod, spielen auch ungünstige Arbeitsbedingungen, wie z.B. Schichtarbeit, hohe Teilzeit- und Befristungsquoten, sowie schlechte Bezahlung und fehlende Wertschätzung eine Rolle.

Dabei sind auch die Fehltage aufgrund psychischer Störungen bei den Beschäftigten der Pflegeberufe (z.B. Gesundheits- und Krankenpflege 3,5 AU-Tage sowie Altenpflege 4,3 AU-Tage) in NRW deutlich höher ausgeprägt als bei den Beschäftigten insgesamt (2,6 AU-Tage).

Die in NRW wohnhaften Beschäftigten in den Gesundheitsberufen sind nicht nur länger krankgeschrieben, sondern konsultieren auch häufiger einen Arzt oder Therapeuten. Im Schnitt sind es knapp 92% Konsultationen, bei den übrigen Beschäftigten sind es rd. 88 %.

Beschäftigte in NRW in den Gesundheitsberufen erhalten zudem auch mehr Arzneimittel verordnet als die im gleichen Beruf Beschäftigten in den anderen Bundesländern. Die gute Nachricht:

Im Vergleich zu allen Beschäftigten sind die Verordnungsmengen in den Gesundheitsberufen in allen Bundesländern deutlich niedriger – die dort Beschäftigten gehen insgesamt sorgsamer mit Arzneimitteln um.

Welche Möglichkeiten es gibt, die gesundheitliche Lage und auch die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten in den Pflegeberufen zu verbessern, zeigen die zahlreichen Gastautorenbeiträge im BKK Gesundheitsatlas 2017. Beispielhaft für NRW ist das Pilotprojekt der BKK Diakonie und deren Trägerunternehmen, die in Kooperation mit der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) speziell für Träger der ambulanten und stationären Pflege anbieten. Aber auch alle anderen Betriebskrankenkassen (BKK) mit ihren langjährigen Erfahrungen bei BGM/BGF, insbesondere durch die Nähe zu den Beschäftigten in Betrieben, stehen Interessierten als kompetente Ansprechpartner für die Förderung der Mitarbeitergesundheit in Unternehmen zur Verfügung.

Von den bundesweit in den Gesundheits- und Pflegeberufen arbeitenden rd. 260.000 Beschäftigten BKK Mitgliedern arbeitet ca. jeder fünfte Beschäftigte (rd. 53.000) in NRW.

 

Der BKK-Landesverband NORDWEST vertritt die Interessen der Betriebskrankenkassen und stellt die Versorgung der Versicherten in Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sicher. Aktuell zählt der BKK-Landesverband NORDWEST 21 Betriebskrankenkassen mit fast 3 Millionen Versicherten.

Ansprechpartnerin:
Karin Hendrysiak, Pressesprecherin
Tel.: 0201/179-1511
Mobil: 0170/9235426
E-Mail: Karin.Hendrysiak@bkk-nordwest.de

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Pflegestützpunkte in Deutschland

Hier erhalten Pflegebedürftige, Angehörige und andere interessierte Personen kompetente Auskünfte und Beratungen bis hin zur Koordination erforderlicher Leistungen im Einzelfall.