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BKK: Telemedizin bringt Mehrwert für Versicherte

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen, insbesondere in NRW, stand im Mittelpunkt des BKK Frühjahrsempfangs am Dienstag (14.03.2017) in Essen. Zahlreiche Vertreter/innen aus Medizin, Politik und Krankenkassen diskutierten über die Potenziale der Telemedizin im bevölkerungsreichsten Bundesland. Einleitend berichteten Prof. Dr. med. Gernot Marx (Uniklinik RWTH Aachen, Deutsche Gesellschaft für Telemedizin) und Rainer Beckers (Geschäftsführer ZTG Zentrum für Telematik und Telemedizin) über den aktuellen Entwicklungsstand der Telemedizin in Deutschland bzw. NRW.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen darüber hinaus Live-Demonstrationen von Tele-Visiten in die Uniklinik RWTH Aachen und in Pflegeheime beim Ärztenetz „MuM“ – Medizin und Mehr aus Bünde. Abschließend gab es einen Einblick in die telemedizinische Versorgung von Herzinsuffizienz-Patienten mittels eines implantierten, drahtlosen Mini-Überwachungssensors.
Die Teilnehmer waren beeindruckt von den hier gezeigten digitalen Gesundheitsnetzwerken, die die Kontakte zwischen Arzt und Patient bis hin zur Therapie nach Hause bringen. Manfred Puppel, Vorstand des BKK-Landesverbandes NORDWEST ist sich sicher: „Die Digitalisierung im Gesundheitswesen bietet neue Chancen für eine optimierte Gesundheitsversorung und mehr Lebensqualität der Patienten.“ Puppel weiter: „Dabei wird die Verzahnung der Behandlungsprozesse für den Patienten die entscheidende Rolle spielen. Die Digitalisierung in der medizinischen Versorgung wird uns dem Ganzheitlichen Versorgungsansatz im Sinne des Versicherten entscheidend voranbringen.“ Insbesondere auch für ländliche, strukturschwache Regionen stellen telemedizinische Lösungen eine erfolgsversprechende Ergänzung zum Besuch in der Arztpraxis dar.
So wird die Videosprechstunde ab 1. April 2017 von den Krankenkassen vergütet. Dazu zählen z.B. die visuelle Verlaufskontrolle von Operationswunden, chronischen Wunden, Bewegungseinschränkungen und Störungen des Stütz- und Bewegungsapparates. Daneben kann auch die Beurteilung der Stimme, des Sprechens oder der Sprache per Videosprechstunde erfolgen. Eine Erweiterung des Leistungsspektrums ist vorgesehen. Voraussetzung ist, dass der Patient zuvor einmal persönlich in der Arztpraxis war. Puppel: „Der BKK-Landesverband NORDWEST wird in jedem Fall Chancen der Digitalisierung zum Wohle der Patienten aktiv vorantreiben.“

Der BKK-Landesverband NORDWEST vertritt die Interessen der Betriebskrankenkassen und stellt die Versorgung der Versicherten in Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sicher. Aktuell zählt der BKK-Landesverband NORDWEST 21 Betriebskrankenkassen mit fast 3 Millionen Versicherten.

Ansprechpartner:
Karin Hendrysiak, Pressesprecherin
Tel.: 0201/179-1511
Mobil: 0170/9235426
E-Mail: Karin.Hendrysiak@bkk-nordwest.de