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Erstmals mehr als eine Million Euro für Hospizdienste: Kassen stocken Förderung um 32 Prozent auf

HAMBURG, 5.10.2016 Rund 1,2 Millionen Euro und damit so viel Geld wie nie zuvor zahlen die Krankenkassen, um ambulante Hospizdienste in Hamburg zu unterstützen. Das sind rund 32 Prozent mehr als im Vorjahr, ein Plus von 284 000 Euro. Das Geld geht an die insgesamt 15 Dienste in der Hansestadt, die Sterbende zu Hause betreuen. Erstmals fördern die Kassen dabei nicht nur die Betreuung selbst, sondern auch Aufwendungen für Fahrten und andere Sachkosten.

Rund 600 ehrenamtliche Hospizhelfer haben im vergangenen Jahr 570 sterbenskranke Erwachsene und ihre Angehörigen begleitet. Außerdem wurden 57 lebensbedrohlich erkrankte Kinder und Jugendliche betreut, deren Begleitung oft über mehrere Jahre erfolgt.
„Unser Dank und unsere Anerkennung gilt den ehrenamtlichen Hospizhelfern“, sagte Kathrin Herbst, Leiterin der Landesvertretung Hamburg des Verbands der Ersatzkassen (vdek), stellvertretend für alle gesetzlichen Krankenkassen in Hamburg. „Wir zollen Ihnen hohen Respekt für ihr Engagement und ihre Mitmenschlichkeit.“

Für Versicherte ist die Hilfe kostenfrei. In allen Hamburger Bezirken stehen ambulante Hospizdienste zur Verfügung. Jede Pflegekasse gibt ihren Versicherten dazu gerne weitere Auskünfte. Die häusliche Sterbebegleitung ergänzt die ambulanten Angebote medizinischer und pflegerischer Versorgung am Lebensende. Es gilt, die vorhandenen Angebote qualitätsorientiert weiterzuentwickeln und noch besser zu vernetzen.