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Felix Burda Award 2013 in Berlin verliehen BKK Aktionsbündnis gegen Darmkrebs unter den ersten drei Nominierten

Das Engagement des BKK-Landesverbandes NORDWEST für die Darmkrebs-Vorsorge hat sich gelohnt: Das bisher bundesweit einmalige Aktionsbündnis gegen Darmkrebs ist für den Felix Burda Award 2013 nominiert worden. Die Felix Burda Stiftung zeichnete (am Sonntagabend, 14.04.2013) in Berlin im Rahmen einer festlichen Gala die erfolgreichsten Projekte auf dem Gebiet der Darmkrebs-Vorsorge mit dem Felix Burda Award aus. Aus 57 eingereichten Bewerbungen nominierte die Experten-Jury 12 Projekte in vier Kategorien.

Zu den drei Nominees in der Kategorie „Engagement des Jahres“ gehörte auch der Essener BKK-Landesverband NORDWEST. Die passenden Worte zum Thema fand dann auch der Laudator für diese Kategorie, der aus Essen stammende Schauspieler Henning Baum. Durch den Abend führte Fernsehproduzent Hubertus Meyer-Burckhardt. Die weiteren Kategorien: Medizin & Wissenschaft, Betriebliche Prävention, Beste Präventionsidee (Förderpreis) sowie der Milestone Award.

Bei dem seit Juli 2012 gestarteten bundesweiten Aktionsbündnis gegen Darmkrebs werden erstmalig Versicherte, die das 55. Lebensjahr erreicht haben, schriftlich von ihrer BKK zu einer Darmspiegelung eingeladen. Einzigartig ist dabei, dass dem Versicherten, falls er sich nicht zur Untersuchung durchringen kann, alternativ ein kostenloser Stuhltest angeboten wird.

Diesen kostenlosen Stuhltest erhält darüber hinaus auch die Altersklasse der 50 bis 54-Jährigen mit einer schriftlichen „Einladung“. Dieser neue Test entspricht den Empfehlungen der Europäischen Union und aktuell den Leitlinien des Berufsverbandes niedergelassener Gast-roenterologen Deutschlands e. V. (bng). Die Nachweisquote bei diesem immunologischen Test liegt mit 90 % mehr als doppelt so hoch wie beim alten Papiertest. Die Betriebskrankenkassen verfolgen das politische Ziel, ein Einladungsverfahren zu etablieren, ähnlich wie beim Mammographie-Screening. Die Aktion greift auch Ansätze auf, die derzeit mit dem Krebsplan-Umsetzungsgesetz diskutiert werden. Hierzu gehört u.a. die stärkere Etablierung eines Einladungsverfahrens zur Koloskopie und der Einsatz eines verbesserten Vorsorgetests.

Die Betriebskrankenkassen erwarten durch ihre gebündelten Aktivitäten eine deutliche Zunahme bei der Früherkennung mit dem Endziel, die Zahl der Darmkrebserkrankungen und der Darmkrebstoten in Deutschland deutlich zu reduzieren. Jährlich gibt es rund 27.000 Tote durch Darmkrebs und 70.000 Neuerkrankungen. Eine Halbierung dieser negativen Bilanz sollte mittelfristig möglich und erstrebenswert sein.

Darmkrebs ist heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Alle Versicherten ab dem 55. Lebensjahr haben Anspruch auf eine Darmspiegelung, die Kosten hierfür werden von den Gesetzlichen Krankenkassen über-nommen. Leider nutzen nur 3 % der Berechtigten dieses Angebot – Tendenz rückläufig!

Das Aktionsbündnis gegen Darmkrebs steht unter der Schirmherrschaft von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr. Eingebunden und unterstützt wird es von der Felix Burda Stiftung, den Kassenärztlichen Vereinigungen und dem Bundesverband der Gastroenterologen.

Ansprechpartnerin:
Karin Hendrysiak, Pressesprecherin NRW
Tel.: 0201/1791511; Mobil: 01709235426
E-Mail: Karin.Hendrysiak@bkk-nordwest.de

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