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Krankenstand in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sinkt leicht

Die Betriebskrankenkassen haben AU-Daten von BKK-versicherten Beschäftigten im Norden analysiert, die in 2015 arbeitsunfähig geschrieben wurden. Die Analyse weist diverse Unterschiede zwischen Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie zum Bundesdurchschnitt auf.

Im Durchschnitt war ein Hamburger Arbeitnehmer 14,8 Tage krank geschrieben (Bund 16,1 Tage). Im Vorjahr waren es noch 16,1 (Bund: 17,1) Tage. Berufstätige in Hamburg sind schon seit etlichen Jahren seltener krank geschrieben, als der Bundesdurchschnitt.

In Mecklenburg-Vorpommern liegen die Zahlen seit langer Zeit deutlich über dem Bundesdurchschnitt. 2015 fielen je Arbeitnehmer 20,6 AU-Tage an, im Vorjahr waren es mit 21 Tagen noch geringfügig mehr.

In Schleswig-Holstein sanken die AU-Tage auf 17 Tage je Beschäftigtem (Vorjahr 17,4 Tage), liegen aber immer noch etwas über dem Bundesdurchschnitt.

Bei den Ursachen für Arbeitsunfähigkeit gibt es wenig Veränderungen zum Vorjahr. An vorderster Stelle liegen nach wie vor die Muskel-Skelett-Erkrankungen und die psychischen Erkrankungen (diese sogenannten F-Diagnosen führen zu deutlich längeren Ausfallzeiten als z. B. Arbeitsunfälle und Rückenleiden).
In Hamburg rangieren die psychischen Erkrankungen an erster Stelle der AU-Diagnosen, in Schleswig-Holstein an zweiter und in Mecklenburg-Vorpommern erst an dritter Stelle.

Unterschiede bei männlichen und weiblichen Beschäftigten gibt es hinsichtlich AU-Dauer und Diagnosen: Die meisten AU-Tage fallen bei den Frauen aufgrund von psychischen Störungen an. Bei den Männern sind es nach wie vor die Muskel- und Skeletterkrankungen, die die meisten krankheitsbedingten Fehltage verursachen. Männliche Beschäftigte waren im Bundesdurchschnitt im Vorjahr 15,3 Tage, Frauen 17,1 Tage krank geschrieben.

Die Betriebskrankenkassen versichern in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt knapp 900.000 Mitglieder und ihre Familienangehörigen und sind drittgrößter gesetzlicher Krankenversicherer.

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