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Krankenstand in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sinkt leicht

Die Betriebskrankenkassen haben AU-Daten von BKK-versicherten Beschäftigten im Norden analysiert, die in 2014 arbeitsunfähig geschrieben wurden. Die Analyse weist diverse Unterschiede zwischen Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sowie zum Bundesdurchschnitt auf. In allen drei Ländern fielen aber etwas weniger AU-Tage an als im Vorjahr. Bei der Dauer eines Krankheitsfalls gibt es nur leichte Veränderungen.

Im Durchschnitt war ein Hamburger Arbeitnehmer 16,1 Tage krank geschrieben (Bundesdurchschnitt 17,1 Tage). Im Vorjahr waren es noch 16,2 (Bund: 17,6) Tage. Die Dauer eines Krankheitsfalls steigt dagegen in Hamburg leicht auf 13,2 (Vorjahr 12,6 Tage) und liegt über dem Bundesdurchschnitt von 12,9 (12,7) Tagen.

In Mecklenburg-Vorpommern liegen die Zahlen seit langem deutlich über dem Bundesdurchschnitt. 2014 fielen je Arbeitnehmer 21 AU-Tage an, im Vorjahr waren es mit 21,1 Tagen noch geringfügig mehr. Auch dauert ein Krankheitsfall in M-V mit 15 Tagen (Vorjahr 14,5) deutlich länger als im Bundesdurchschnitt (12,9 bzw. 12,7 Tage in 2013).

In Schleswig-Holstein sanken die AU-Tage auf 17,4 Tage je Beschäftigtem (Vorjahr 18 Tage), liegen aber immer noch etwas über dem Bundesdurchschnitt. Auch die Dauer eines AU-Falls in Schleswig-Holstein stieg leicht von 13,3 auf zuletzt 13,5 Tage und verbleibt oberhalb des Bundesdurchschnitts.

Arbeitslose BKK-Mitglieder sind in allen drei Bundesländern deutlich länger krank geschrieben, als Beschäftigte: 22,8 Tage (Vorjahr 25,1) waren Hamburger Arbeitslose arbeitsunfähig ge-schrieben, in M-V 27,4 Tage (Vorjahr 27,8) und in Schleswig-Holstein 23,5 Tage (Vorjahr 24,8). Im Vergleich zum Vorjahr ist somit in allen drei Ländern eine sinkende Tendenz erkennbar. Auf Bundesebene fiel diese Zahl auf 25,9 Tage (Vorjahr 27,1 Tage).

Bei den Ursachen für Arbeitsunfähigkeit gibt es wenig Veränderungen zum Vorjahr. An vorderster Stelle liegen nach wie vor die Muskel-Skelett-Erkrankungen und die psychischen Erkrankungen (diese sogenannten F-Diagnosen führen zu deutlich längeren Ausfallzeiten als z. B. Arbeitsunfälle und Rückenleiden).

Die Betriebskrankenkassen versichern in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein insgesamt knapp 900.000 Mitglieder und ihre Familienangehörigen und sind drittgrößter gesetzlicher Krankenversicherer.

Ansprechpartner:

BKK-Landesverband NORDWEST – Hauptverwaltung Hamburg
Thomas Fritsch, Pressesprecher
Tel. 040/ 251505-258, presse@bkk-nordwest.de