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Ministerin Löhrmann und Ministerin Steffens: Gesundheitsförderung und Prävention zahlen sich aus – gesunde Menschen lehren und lernen besser!

Das Ministerium für Schule und Weiterbildung und das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilen mit:
Schulministerin Sylvia Löhrmann hat gemeinsam mit der Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, Martina Hoffmann-Badache, die Fachtagung „Bildung und Gesundheit – Gesundheit und Bildung“ eröffnet. Zur Auftaktveranstaltung der Kooperation zwischen dem Landesprogramm „Bildung und Gesundheit“ (BuG) und dem Landeszentrum Gesundheit (LZG.NRW) kamen rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in die Bochumer Jahrhunderthalle. Ministerin Löhrmann sprach sich für ein engeres Zusammenwachsen der Themen Gesundheit und Bildung aus: „Wenn die Gesundheit in der Kultur, dem Klima und den Strukturen der Schulen verankert sind, fördert das auch das Lehren und Lernen: Gesunde Menschen lernen und lehren besser!“ Staatssekretärin Martina Hoffmann-Badache ergänzte: „Gesundheitsförderliche Lebenswelten tragen wesentlich zum gesunden Aufwachsen und zu positiver Entwicklung von Heranwachsenden bei. Sie sind das Fundament für erfolgreiche Gesundheitsförderung und Prävention und sichern auch die Chancen für das spätere Leben.“
Das Thema „Bildung und Gesundheit“ wird in NRW seit 2009 – einzigartig in Deutschland – als Landesprogramm umgesetzt. Aktuell nehmen landesweit 270 Schulen an der ersten Phase des Programms BuG teil. Damit werden acht Prozent aller Lehrkräfte und über 190.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. Die teilnehmenden Schulen greifen die Gesundheit als wesentliches Element der Schulentwicklung zur guten gesunden Schule systematisch auf. Die Landesregierung stellt gemeinsam mit den Programmträgern Unfallkasse NRW, AOK Rheinland/Hamburg, AOK NORDWEST, BARMER GEK und BKK Landesverband NORDWEST für die zweite Programmphase bis 2018 rund 1,4 Millionen Euro zur Verfügung.
Prof. Dr. Michael Tiemann (AOK NORDWEST) erläuterte stellvertretend für die Träger des Landesprogramms BuG: „Die Unfallkasse NRW, die AOK Rheinland/Hamburg, die AOK NORDWEST, die BARMER GEK und der BKK-Landesverband NORDWEST sehen als Träger in dem Landesprogramm BuG eine große Chance, die Gesundheit von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern systematisch, umfassend und nachhaltig zu fördern. Durch die gezielte, bedarfsgerechte Unterstützung von Schulen möchten wir dabei insbesondere auch einen Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit von Kindern und Jugendlichen in NRW leisten. Die neue Kooperation mit dem Landeszentrum Gesundheit bietet unseres Erachtens hierfür hervorragende Möglichkeiten.“
Die gesundheitsbezogenen Daten, wie z.B. zum Gesundheitsstatus der Kinder aus Schuleingangsuntersuchungen, sollen zukünftig besser genutzt werden. Dazu stellt das dem Gesundheitsministerium zugeordnete LZG.NRW seine vorhandenen Zugänge z.B. für die Entwicklung von schulischen Interventionsstrategien zur Verfügung. Das LZG.NRW und BuG verbindet dabei das gemeinsame Ziel, praxisnahe und partizipative Ansätze zur Gesundheitsbildung zu entwickeln und diese allen Schulen zur Verfügung zu stellen.
Bei der Fachtagung in Bochum diskutierten die beteiligten Lehrkräfte und Schulleitungen der BuG-Schulen, Vertretungen der oberen und unteren Schulaufsicht sowie Schulärztinnen und Schulärzte mit den Vertreterinnen und Vertretern des öffentlichen Gesundheitsdienstes, der Krankenkassen und des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes auf Augenhöhe. Rund 90 Akteure präsentierten praxisnahe Projekte und gelungene Vernetzungen von Schulen mit außerschulischen Partnerinnen und Partnern – etwa, wie der Umgang mit Heterogenität im Rahmen einer systematisch gesundheitsförderlich angelegten Schulentwicklung umgesetzt werden kann. Siebzehn „Themeninseln“ luden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu ein, sich aktiv einzubringen und mitzudiskutieren.
Mehr Informationen unter www.bug-nrw.de und www.lzg.nrw.de.