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Pressemitteilung: Ärzte verordnen jährlich rd. 14 Millionen Mal Antibiotika gegen grippale Infekte

Rd. 14 Millionen Mal im Jahr verordnen Ärzte in Deutschland Antibiotika gegen grippale Infekte. Oftmals stellt scheinbar die Verschreibung von Antibiotika die schnellste Lösung dar. Oder Ärzte verschreiben sie, weil es der Patient von ihnen erwartet. Viele Antibiotika-Verschreibungen sind jedoch unnötig. Nach Informationen des BKK-Landesverbandes NORDWEST verursachen in über 90 Prozent der Fälle Erkältungsviren den Atem-wegsinfekt. Gegen Viren sind Antibiotika absolut machtlos. Es wirkt nur gegen Bakterien. Der übertriebene Antibiotika-Konsum ist nicht nur sinnlos, er kann auch gefährlich werden. Denn immer mehr Bakterien werden gegen die Wirkstoffe resistent. Antibiotika sollten, so der BKK-Landesverband NORDWEST weiter, nur bei schweren Infektionen mit über 40 Grad Fieber verschrieben werden. Oder an Patienten, die mit einem vorgeschädigten Immunsystem kämpfen, etwa bei HIV, Krebs oder Diabetes. So haben z. B. Studien gezeigt: die Heilungsdauer einer Nasennebenhöhlenentzündung unterscheidet sich mit und ohne Gabe von Antibiotika nicht!
Bei Erkältungen und grippalen Infekten sind Alternativen willkommen. Bei einem akuten Atemwegsinfekt kommt es vor allem darauf an, die Symptome rasch zu lindern und die Atemwege zu befreien. Damit dies gelingt, muss das Sekret gelöst und die Entzündung unterbrochen werden. Hier können z. B. schleimlösende Präparate mit einem breiten Wirkspektrum helfen. Auch alte Hausmittel können die Beschwerden linden. Das Spektrum reicht von Salbei-Tee bei Halsschmerzen über Inhalationen bei Schnupfern bis hin zu Wadenwinkeln bei Fieber.
Um der Erkältung oder dem grippalen Infekt erst gar keine Chance zu geben, ist ein starkes Immunsystem unverzichtbar,
z. B. Sport treiben, statt Fast Food lieber Vitamine wie Ost und Gemüse und ausreichend Schlaf.

(Nähere Informationen zum Thema „Antibiotika: Fluch oder Segen“ finden Sie im BKK Gesundheitsportal unter www.bkk-webtv.de)

Ansprechpartner:
Karin Hendrysiak – Pressesprecherin
Tel.:0201/179-1511, Fax: -1691
Mobil: 01709235426
E-Mail: Karin.Hendrysiak@bkk-nordwest.de

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