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Pressemitteilung: Beschäftigte in NRW länger krank als Bundesdurchschnitt – Krankenstände steigen seit sieben Jahren

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage auf dem Arbeitsmarkt sind die Beschäftigten in NRW immer häufiger krank. Im vergangenen Jahr fehlte jeder Arbeitnehmer in NRW krankheitsbedingt 17,3 Tage (2011 = 16,6 Tage; 2010 = 15,1 Tage). Bundesweit fehlten die Arbeitnehmer dagegen „nur“ 16 Tage. Seit nunmehr sieben Jahren steigen die Krankenstände.

Muskel und Skeletterkrankungen (vor allem Rückenleiden) verursachen mit fast 27 % bei den beschäftigten Arbeitnehmern die meisten Arbeitsunfähigkeitstage; seit Jahren mit steigender Tendenz, trotz zurückgehender Zahl von Menschen in Berufen mit körperlich verschleißenden Tätigkeiten. Eine Erklärung hier-für könnten älter werdende Belegschaften sein.

Die psychischen Erkrankungen liegen mit knapp 14 % der Fehltage an zweiter Stelle. Als einzige Krankheitsart steigen die Krankentage hier langfristig kontinuierlich – von nur 2 % der Fehltage im Jahr 1976 auf aktuell rd. 14 %.
Ein wesentlicher Grund für den weiteren Anstieg der psychischen Erkrankungen ist die Entwicklung bzw. der Strukturwandel in der Wirtschaft. Die Dienstleistungen ge-winnen auch in NRW, das produzierende Gewerbe verliert an Bedeutung.

(In die bundesweite BKK-Auswertung gingen Daten von knapp 1,1 Millionen beschäftigten Versicherten der Betriebskranken-kassen in NRW ein).

Ansprechpartner:
Karin Hendrysiak, Pressereferentin NRW
Tel.:0201/179-1511, Fax: -1691
Mobil: 01709235426
E-Mail: Karin.Hendrysiak@bkk-nordwest.de

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