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Pressemitteilung: Beschäftigte in NRW länger krank als Bundesdurchschnitt

Beschäftigte in NRW länger krank als Bundesdurchschnitt – Starkes Gefälle zwischen
Ruhrgebiet und ländlichen Gebieten in NRW

Trotz schwieriger wirtschaftlicher Lage auf dem Arbeitsmarkt lassen sich die Beschäftigten
in NRW immer häufiger krankschreiben. So fehlte krankheitsbedingt im vergangenen Jahr jeder
Arbeitnehmer in NRW 17,6 Tage (2011 = 16,6 Tage). Bundesweit fehlten die Arbeitnehmer dagegen
„nur“ 16,6 Tage. Der durchschnittliche Krankenstand von 4,8 % in NRW liegt damit höher als der
bundesweite Krankenstand mit 4,5 %.

Höchste Krankenstände im Ruhrgebiet

Die höchsten Krankenstände in NRW fallen im Ruhrgebiet an, während sie sich in den kreisfreien
Städten wie Münster und Bonn sowie in den ländlichen Gebieten in Ost-Westfalen-Lippe weit unter
dem Durchschnitt bewegen.

So sind Münster und Bonn durch den Hochschulbereich und den Dienstleistungssektor – mit
üblicherweise niedrigeren Ausfallzeiten – geprägt.

Spitzenreiter mit 23,3 Arbeitsunfähigkeitstagen (AU-Tage) waren Herne, Recklinghausen
(21,3 AU-Tage) vor Gelsenkirchen (21,0 AU-Tage); in Gütersloh waren es dagegen nur 14,2 AU-Tage,
gefolgt von Münster (14,6 AU-Tage); Höxter (14,7 AU-Tage).

In die bundesweite BKK-Auswertung gehen Daten von knapp 850.000 BKK-Pflichtmitgliedern incl.
Arbeitslosen in NRW ein.

Der komplette BKK Gesundheitsreport 2013 steht als Download unter http://www.bkk-nordwest.de/
zur Verfügung.

Häufigste Krankheitsarten

Nach wie vor sind Muskel- und Skeletterkrankungen (vor allem Rückenleiden) dabei der häufigste
Grund für Arbeitsunfähigkeitstage. Auf Platz zwei stehen die psychischen Erkrankungen, gefolgt
von den Atemwegserkrankungen.

Die Gründe der kontinuierlichen Zunahme der Krankentage in NRW sind vielfältig. Nicht nur die
gesamte Bevölkerung, auch die Belegschaften sind älter geworden. Einen Auslöser für den weiteren
Anstieg der psychischen Erkrankungen sehen Experten in der Zunahme der Arbeitsverdichtung, Stress
am Arbeitsplatz neben Belastungen aus dem privaten Umfeld. Auch die größere Sensibilität für
psychische Probleme spielt vermutlich eine Rolle.

Ansprechpartner:

Karin Hendrysiak, Pressereferentin NRW

Tel.:0201/179-1511, Fax: -1691

Mobil: 01709235426

E-Mail: Karin.Hendrysiak@bkk-nordwest.de

Zum Download:

AU nach Landkreisen NRW

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