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Pressemitteilung: Betriebskrankenkassen: Darmkrebs-Vorsorge nutzen – Aktionsbündnis gegen Darmkrebs soll Krebsneuerkrankungen reduzieren

Darmkrebs ist heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Anlässlich des Darmkrebsmonats März weisen die Betriebskrankenkassen darauf hin, dass die Versicherten ab 55 Jahren Anspruch auf eine Darmspiegelung haben, die Kosten hierfür werden von den Gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Leider nutzen nur 3 % der Berechtigten dieses Angebot – Tendenz rückläufig! Eine Darmspiegelung ist für den Patienten in aller Regel schmerzfrei und nach wie vor die sicherste und genaueste Untersuchung zur Früherkennung von Darmkrebs.

Weil die Inanspruchnahme der Darmspiegelung seit Jahren so gering ist, haben sich die Betriebskrankenkassen zu einem besonderen Aktionsbündnis gegen Darmkrebs zusammengeschlossen mit dem Ziel, Darmkrebs und die Vorstufen rechtzeitig zu erkennen und damit zu vermeiden. Dazu werden die Versicherten in einem persönlichen Anschreiben zu ihrem 55. Geburtstag schriftlich zu einer Darmspiegelung „eingeladen“. Erstmalig werden Versicherte von einer Krankenkasse die alternative Teilnahme an einem Vorsorgetest angeboten. Diese verstärkte Vorsorge erhalten auch die Versicherten der BKK der Altersstufe 50-54 Jahre. Die Nachweisquote bei dem angebotenen immunologischen Test liegt mit 90% mehr als doppelt so hoch wie beim alten Papiertest. Dieser neue Test entspricht den Empfehlungen der Europäischen Union und aktuell den Leitlinien des Berufsverbandes niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e.V. (bng).

Die Betriebskrankenkassen verfolgen auch das politische Ziel, ein Einladungsverfahren zur Darmspiegelung zu etablieren, was zukünftig dann über die Gesetzlichen Krankenkassen erfolgen soll, ähnlich wie beim Mammographie-Screening. Die Betriebskrankenkassen erwarten durch ihre gebündelten Aktivitäten eine deutliche Zunahme der Versicherten bei der Früherkennung mit dem Endziel, die Zahl der Darmkrebserkrankungen und der Darmkrebstoten in Deutschland deutlich zu reduzieren.

Jährlich gibt es ca. 27.000 Tote durch Darmkrebs und 70.000 Neuerkrankungen.

Manfred Puppel, Vorstand des BKK-Landesverbandes NORDWEST: „Darmkrebs ist heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Wir wollen deshalb viele Versicherte motivieren, die Vorsorgeangebote der Betriebskrankenkassen zu nutzen“.

Die Schirmherrschaft des Aktionsbündnis gegen Darmkrebs hat Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr übernommen, der ebenfalls Schirmherr des Darmkrebsmonats März ist. Unterstützt wird das Aktionsbündnis gegen Darmkrebs durch die Felix Burda Stiftung, eingebunden sind auch die Kassenärztlichen Vereinigungen sowie der Bundesverband der Gastroenterologen.

Weitere Informationen zum Aktionsbündnis und den Partnern unter: www.bkk-gegen-darmkrebs.de

Ansprechpartnerin:
Karin Hendrysiak, Pressesprecherin
BKK-Landesverband NORDWEST
Tel.: 0201/179-1511, Mobil: 01709235426
E-Mail: Karin.Hendrysiak@bkk-nordwest.de