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Pressemitteilung: BKK-Aktionsbündnis gegen Darmkrebs nominiert für den Felix Burda Award 2014

Das Engagement des BKK-Landesverbandes NORDWEST für die Darmkrebs-Vorsorge hat sich wieder gelohnt: Nach der Nominierung für den letztjährigen Felix Burda Award ist das bisher bundesweit einmalige Aktionsbündnis nun auch für den Felix Burda Award 2014 nominiert worden. Die Felix Burda Stiftung zeichnet als Highlight des jährlichen Darmkrebsmonats März, die erfolgreichsten Projekte auf dem Gebiet der Darmkrebs Vorsorge mit dem Felix Burda Award aus. Die Preisverleihung findet am 6. April 2014 in Berlin statt.

Seit fast zwei Jahren schreiben Betriebskrankenkassen ihre Versicherten ab dem 55. Lebensjahr persönlich an mit der Einladung zur Darmspiegelung. Das einzigartige dieses Aktionsbündnisses ist, dass der Versicherte, falls er die Darmspiegelung ablehnt, alternativ einen kostenlosen immunologischer Stuhltest bekommt.

Dieser neue Test entspricht den Empfehlungen der Europäischen Union und aktuell den Leitlinien des Berufsverbandes niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e.V. (bng). Die Nachweisquote bei diesem Test liegt mit 90 % mehr als doppelt so hoch wie beim alten Papiertest.

Ebenfalls werden die 50- bis 54-Jährigen Versicherten persönlich angeschrieben; ihnen wird ebenfalls der kostenlose immunologische Stuhltest angeboten. Ergebnis bisher: Mehr als jeder zweite Teilnehmer (52 %), der den immunologischen Test durchgeführt hat, war ein Mann.

Bislang haben die Betriebskrankenkassen rd. 225.000 Versicherte persönlich angeschrieben. Knapp 30 Prozent haben sich einen immunologischen Stuhltest schicken lassen. Davon schickten wiederum 64 % (knapp 41.000) den Test zurück. 2.177 (5,3 Prozent) wurden positiv getestet, ihnen wurde eine Koloskopie empfohlen.

Denn bei all diesen Fällen gilt nach wie vor: Darmkrebs ist heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird.

„Mit dem Aktionsbündnis gegen Darmkrebs konnten wir bereits viele Leben retten. Darüber hinaus haben die Männer, die sonst oft als „Vorsorgemuffel“ gelten, den immunologischen Test weitaus mehr in Anspruch genommen als die Frauen“, so Manfred Puppel, Vorstand des BKK-Landesverbandes NORDWEST. „Das ist für uns Ansporn genug, das Aktionsbündnis gegen Darmkrebs weiter fortzuführen. Geregelt werden müssen noch die politischen Rahmenbedingungen, welche Versichertendaten für das Einladungsverfahren verwendet werden dürfen,“ sagt Manfred Puppel weiter.

Die Betriebskrankenkassen streben an, dieses Einladungsverfahren in der Regelversorgung gesetzlich Versicherter zu etablieren. Der Gemeinsame Bundesausschuss soll möglichst bald ein Einladungsverfahren beschließen, das dann als Versorgungroutine allen gesetzlich Versicherten zugutekommt.

Die Betriebskrankenkassen erwarten durch ihre gebündelten Aktivitäten eine deutliche Zunahme bei der Früherkennung mit dem Endziel, die Zahl der Darmkrebserkrankungen und der Darmkrebstoten in Deutschland deutlich zu reduzieren. Jährlich gibt es rd. 27.000 Tote durch Darmkrebs und 70.000 Neuerkrankungen. Eine Halbierung dieser negativen Bilanz sollte mittelfristig möglich und erstrebenswert sein.

Weitere Informationen zum Aktionsbündnis unter www.bkk-gegen-darmkrebs.de

Ansprechpartnerin:

Karin Hendrysiak, Pressesprecherin

Tel.: 0201/1791511; Mobil: 0170/9235426

E-Mail: Karin.Hendrysiak@bkk-nordwest.de

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