Pressemitteilungen

Pressemitteilung: BKK fordern persönliche Gesundheitspläne für Versicherte – Nur 2 % der gesetzlich Krankenversicherten nehmen an Präventionskursen teil

Trotz zahlreicher Präventionskampagnen und Präventionszielen nehmen nur 2 % der gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland an Präventionskursen z. B. Nordic Walking, Yoga teil und 10 % bis 20 % an betrieblichen Gesundheitsförderungsmaßnahmen z. B. Richtiges Tragen und Heben, Richtiges Sitzen am Arbeitsplatz (Quelle: Präventionsbericht 2013 GKV-Spitzenverband / MDS – Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e. V.).

Anlässlich des Sommerempfangs des BKK-Landesverbandes NORDWEST in Essen forderte Vorstandschef Manfred Puppel deshalb neue rechtliche Rahmenbedingungen für die Krankenkassen. Dabei richtete er den Appell an die Politik, „sich zu entscheiden, ob wir Krankenkassen aktiver die Prävention unserer Versicherten mitgestalten oder weiterhin nur die Krankheitskosten verwalten sollen?“ Dabei biete das Präventionsgesetz die Chance zu einem Neustart.

Eine neue Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung im Präventionsbereich könne da z. B. ein eigener Gesundheitsplan sein mit individueller Gesundheitsberatung durch die Krankenkasse. Wirkt der Versicherte aktiv mit, könnte er beispielsweise befreit werden von seinen Zuzahlungen.

Puppel: „Von einer erforderlichen präventiven persönlichen Gesundheitsberatung durch die Krankenkassen sind wir mangels gesetzlicher Grundlage meilenweit entfernt. Aber nur so ist langfristig die positive Beeinflussung der Gesundheit unserer Versicherten in deren eigenem Interesse möglich“.

Die aktive Rolle der Krankenkassen als Gesundheitsberater schaffe neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten und Werksärzten. So hält der Arzt beim „Gesundheits-Check Up 35″ die Daten des Versicherten in einer Dokumentation fest, „welche Präventionsmaßnahmen er empfiehlt. Diese Empfehlungen gehen in der Regel unbeachtet in die Patientenakte“, so Puppel weiter.

Die Dokumentation wäre die geeignete Grundlage für den persönlichen Gesundheitsplan, bei dessen Umsetzung der Versicherte gemeinsam von seiner Krankenkasse, dem Arzt oder Werksarzt unterstützt wird. Puppel: „Wir werden die Idee jedenfalls in die politischen Gespräche zum anstehenden
Präventionsgesetz einbringen.“

Dass das Thema Motivation und Eigenverantwortung im
Zusammenhang mit der Prävention eine wesentliche Rolle spielt, unterstrichen die beiden Gastredner Peter Neururer, Trainer des VfL Bochum sowie Prof. Dr. Edgar Beckers, Sportwissenschaftler, ehemals Universität Bochum.

Ansprechpartner:

Karin Hendrysiak, Pressesprecherin NRW

Tel.:0201/179-1511, Fax: -1691

Mobil: 0170/92 35 426

E-Mail: Karin.Hendrysiak@bkk-nordwest.de

Zum Download:

Fakten-Zahlen

Pflegestützpunkte

Pflegestützpunkte in Deutschland

Hier erhalten Pflegebedürftige, Angehörige und andere interessierte Personen kompetente Auskünfte und Beratungen bis hin zur Koordination erforderlicher Leistungen im Einzelfall.