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Pressemitteilung: Erstmalig ‚NRW SelbsthilfePreis‘ für kreative Projekte verliehen

Gemeinsame Presseinformation

Gesetzliche Krankenkassen prämieren vier Landes-Organisationen:

Erstmalig ‚NRW SelbsthilfePreis‘ für kreative Projekte verliehen

Ministerin Steffens: „Selbsthilfe ist unverzichtbarer Eckpfeiler unseresGesundheitssystems“

Düsseldorf. Vier Selbsthilfeorganisationen aus Nordrhein-Westfalen erhielten heute für kreatives und herausragendes Engagement in der Selbsthilfearbeit den ‚NRW SelbsthilfePreis 2014‘. Im Rahmen einer Feierstunde in Düsseldorf gab Landes-Gesundheitsministerin Barbara Steffens als Schirmherrin die Sieger bekannt. Ausgezeichnet wurden die ‚Selbsthilfe homosexueller suchtkranker Menschen NRW‘ aus Duisburg, der ‚Cochlear Implant Verband NRW ‘ aus Dorsten, die ‚Deutsche Parkinson Vereinigung‘ aus Bad Salzuflen und die ‚Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes LV NRW‘ aus Duisburg. Die Siegerurkunden überreichten die beiden Jury-Mitglieder Dr. Martina Niemeyer (stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK NordWest) und Dirk Meyer (NRW-Patientenbeauftragter). Der mit 3.000 Euro dotierte Preis ist eine Initiative der gesetzlichen Krankenkassen und -verbände in NRW. „Wir wissen, was wir an den Selbsthilfeorganisationen haben. Sie sind ein wichtiger und unverzichtbarer Eckpfeiler unseres Gesundheitssystems“, erklärte Landes-Gesundheitsministerin Barbara Steffens.

Der ‚NRW SelbsthilfePreis‘ wurde in diesem Jahr zum ersten Mal vergeben. Er zeichnet Projekte aus, die mit wegweisenden Ideen und Methoden die Selbsthilfearbeit im Land bekannter machen. „Wir wollen damit neue und innovative Projekte der Selbsthilfeorganisationen würdigen und gleichzeitig die meist ehrenamtlichen Mitglieder motivieren, sich weiterhin mit viel Engagement und Herzblut für ihre Mitmenschen einzusetzen“, sagte Jurymitglied Dr. Martina Niemeyer von der AOK NordWest für die gesetzlichen Krankenkassen.

Für den NRW-Patientenbeauftragten Dirk Meyer schafft die Selbsthilfearbeit für Betroffene Transparenz über qualifizierte Behandler und Behandlungsmethoden und schützt durch soziale Aktivitäten vor Ausgrenzung und Isolation. „Die Lebensqualität der Betroffenen wird gesteigert, weil die Patienten und Angehörigen lernen, wie sie mit der Erkrankung besser umgehen und die damit verbundenen Probleme besser bewältigen können“, sagte Meyer.

Die vielen eingereichten Projekte beweisen eindrucksvoll, wie vielseitig die Selbsthilfearbeit im Land ist. So zeigt die prämierte Sammlung ‚Sucht im Spiegel der Philatelie‘ der Selbsthilfe homosexueller suchtkranker Menschen NRW, wie das Thema Abhängigkeit von Drogen, Alkohol, Tabak und Medikamenten international auf einer eindrucksvollen Briefmarken-Ausstellung behandelt wird.

Der von Jörg Thomas initiierte ‚Tangoworkshop für Hörbehinderte‘ des Cochlear Implant Verbandes NRW hat viele Menschen motiviert, trotz ihres eingeschränkten Hörvermögens durch die Tanzbewegungen ihres Körpers Musik anders wahrzunehmen und damit ein völlig neues Lebensgefühl zu erleben.

Der Gedichtband ‚Zeit-Gedanken‘ von Erika Pänke von der Deutschen Parkinson Vereinigung präsentiert Gedichte und Fotos aus Sicht einer Parkinson-Betroffenen. Ihre Zeilen und Verse schildern das Leben mit Parkinson und geben Betroffenen Mut, Zuversicht und Lebensfreude im Umgang mit ihrer Krankheit.

Die landesweite Aufklärungskampagne ‚Diabetes in der Schule‘ der Deutschen Diabetes-Hilfe informiert Lehrerinnen und Lehrer in den Schulen über den Umgang mit Diabetes bei Kindern. Ziel der Fortbildungsveranstaltungen ist es, den Pädagogen Unsicherheit und Ängste im Umgang mit an Diabetes erkrankten Kindern zu nehmen.

Insgesamt hatten 13 von 78 Landesorganisationen, die im Jahr 2013 von den gesetzlichen Krankenkassen und -verbänden gefördert wurden, ihre Projekte eingereicht. Für die Auswahl hatte die Jury die teilnehmenden Landesorganisationen in drei Kategorien eingeteilt, die sich nach ihrer Größe richteten. Kategorie eins hat bis zu 25 regionale Gruppen, Kategorie zwei 26 bis 100 und Kategorie drei über einhundert Gruppen.

Die vier Gewinnergruppen können sich über einen Geldpreis in Höhe von jeweils 3.000 Euro oder ein professionelles PR-Paket freuen.

 

Gesprächspartner für die Medien

Jens Kuschel

AOK NordWest

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