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Pressemitteilung: Frühdefibrillation rettet Leben

130.000 Deutsche sterben pro Jahr an einem Herzinfarkt – auch am Arbeitsplatz. Die Überlebenschance beträgt nur 5 %. Sie könnte 7-mal höher sein, wenn sie innerhalb von drei Minuten reanimiert würden. Denn nach spätestens fünf Minuten treten die ersten irreparablen Hirnschäden ein; nach zehn Minuten ohne Reanimation kommt jede Hilfe zu spät. Der Einsatz eines Defibrillators (Elektroschockgerät) kann hier Leben retten! Er wird eingesetzt, um eine Person bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand wiederzubeleben. Es handelt sich dabei um ein klei-nes Gerät, welches elektrische Impulse aussendet, um sehr schnelle und unregelmäßige Herzschläge zu beenden und den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen. Sie werden im Krankenwagen mitgeführt und sind als „Laiendefibrillator“ zu-nehmend auch an öffentlichen Plätzen und in Betrieben zu-gänglich.
Vor der Bedienung brauchen auch Laien keine Angst zu ha-ben, vorausgesetzt es ist ein AED (Automatischer externer Defi-brillator). Die modernen Defibrillatoren sagen dem Anwender, wie er sie handhaben muss.
Kommt es als Folge von Herzrhytmusstörungen zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand wird als ärztliche Notfallmaßnahme eine ex-terne Defibrillation zur Wiederbelegung durchgeführt. Der Be-troffene wird hierzu auf den Rücken gelegt und im Bereich des Oberkörpers entkleidet. Dann werden zwei Elektroden auf den freien Brustkorb aufgelegt. Die Elektroden sind mit dem Defibril-lator verbunden. Ein kräftiger Stromstoß, der vom Defibrillator über die Elektroden geleitet wird, veranlasst das Herz dazu, wie-der regelmäßig zu schlagen. Nach dem ersten Stromstoß kön-nen weitere Stöße mit mehr Energie folgen. Es ist wichtig, dass anwesende Personen den Betroffenen nicht berühren, wäh-rend der Strom in dessen Körper geleitet wird. Häufig kommt es jedoch vor, dass im Notfall nicht sofort ein Arzt mit einem Defi-brillator zur Stelle ist. Dann können auch Personen ohne medi-zinisches Wissen mit einem Laiendefibrillator Erste Hilfe leisten.
Der Fachausschuss „Erste Hilfe“ der Berufsgenossenschaftli-chen Zentrale für Sicherheit und Gesundheit (BGZ) befürwortet die Anschaffung von AED durch die Unternehmen. Vorausset-zung ist allerdings, dass das Training der Ersthelfer und die Anwendung der Geräte im Betrieb und unter (betriebs-)ärztlicher Aufsicht organisiert werden. Ferner sind regelmäßige Auffri-schungen am AED notwendig –
denn wenn es um Sekunden geht, zählt auch die Routine.

Übrigens: Nicht nur Ältere fallen dem „plötzlichen Herztod“ zum Opfer – auch viele in den „besten Jahren“ gehören dazu.

Weitere Infos und einen Film zum Thema „Defibrillator“
finden Sie unter www.bkk-webtv.de

Pflegestützpunkte

Pflegestützpunkte in Deutschland

Hier erhalten Pflegebedürftige, Angehörige und andere interessierte Personen kompetente Auskünfte und Beratungen bis hin zur Koordination erforderlicher Leistungen im Einzelfall.