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Pressemitteilung: Krankenkassen und Westküstenklinikum erarbeiten Zukunftsmodell für Brunsbüttel

Neues Konzept soll ambulante und stationäre Leistungen verzahnen und die Versorgungsqualität
verbessern

Die Krankenkassen und Krankenkassenverbände in Schleswig-Holstein haben mit dem Westküstenklinikum
(WKK) vereinbart, ein neuartiges Modell für die medizinische Versorgung im Süden Dithmarschens zu
entwickeln. Das Konzept soll bis Ende März 2014 vorliegen – für die Umsetzung sind bis zu zehn
Jahre vorgesehen. „Im gemeinsamen Dialog mit den Verantwortlichen des Westküstenklinikums möchten
wir neue Versorgungsformen entwickeln, die für die Menschen in der Region in Zukunft eine moderne,
wohnortnahe, qualitativ hochwertige und bezahlbare Versorgung bieten“, betont Martin Litsch,
Vorstandsvorsitzender der AOK NordWest, für die gesetzlichen Krankenkassen. Eine dauerhafte
Fortführung der bisherigen Defizitfinanzierung der Klinik in Brunsbüttel ist nach Auffassung
der Verhandlungspartner nicht zielführend.
Von zentraler Bedeutung für die zukünftige medizinische Versorgung im Süden Dithmarschens ist die
enge Verzahnung von Akteuren und Leistungen im ambulanten und stationären Bereich. „Damit würde
die so oft beschworene ‚sektorübergreifende Versorgung’ hier endlich konkrete Formen annehmen“,
sagt Armin Tank, Leiter der Landesvertretung Schleswig-Holstein des Verbandes der Ersatzkassen
(vdek). Er beschreibt das Modell eines „Klinischen Versorgungszentrums“, das ein stationäres
Angebot vorhält und dabei niedergelassene Fachärzte, eine psychiatrische Institutsambulanz und
eine Rettungswache einbindet. Für die detaillierte Planung und verlässliche Durchführung eines
solchen zukunftsfähigen Modells wollen sich Klinik und Krankenkassen die notwenige Zeit nehmen.
„Für die Ausgestaltung und den Erfolg des Zukunftsmodells ist es unabdingbar, auch die
Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein ins Boot zu holen, die den Sicherstellungsauftrag
für die ambulante Versorgung hat“, erklärt Dr. Dirk Janssen, stellvertretender Vorstand des BKK
Landesverbandes NORDWEST. „Wenn dieses Modell so funktioniert, wie wir uns das vorstellen,
profitieren davon alle:
das WKK, die Ärzte, die Krankenkassen – aber vor allem die Menschen in der Region!“

Aus dem Gesundheitsministerium in Kiel kommen positive Signale zu diesem Vorstoß. „Es freut uns,
das man auch in der Landesregierung das Potential dieses Modells erkennt!“, so Litsch, Tank und
Dr. Janssen abschließend.

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