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Pressemitteilung: vernetzdich.de – ein neues Portal für die Selbsthilfe – Krankenkassen/-verbände in NRW starten eine gemeinsame Werbekampagne

Gemeinsame Pressemitteilung

Die Krankenkassen/-verbände in NRW haben in
Zusammenarbeit mit der Werbeagentur DIE WERBTÄTIGEN ein neues
Projekt mit einer Internet-Seite (vernetzdich.de) vorgestellt, das der
Selbsthilfe in NRW zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen soll. Dabei ist es
das vorrangige Ziel, möglichen Berührungsängsten mit dem Thema
entgegenzuwirken und vor allem junge Menschen mit Selbsthilfe in
Kontakt zu bringen.
Dazu basiert das Projekt auf einer vollkommen neuen visuellen und
sprachlichen Darstellung, die durch direkte und plakative Sprache eine
Auseinandersetzung mit Erkrankungen erreicht.
Kernpunkt des bundesweit einmaligen Projektes ist eine Homepage, die
Besucher über das Thema Selbsthilfe informiert und die Möglichkeit
bietet, Gruppen oder Ansprechpartner in der Nähe ihres Wohnortes zu
recherchieren. Grundlage ist eine stets aktuelle Datenbank, die von der
KOSKON (Koordination für Selbsthilfe in NRW) zur Verfügung gestellt
wird.

Durch diese Kooperation können bereits vorhandene Ressourcen
genutzt und laufend neuer Input eingepflegt werden.
Die Suche in diesem Datenpool offenbart, wie thematisch umfangreich
die Selbsthilfe in NRW aufgestellt ist. Doch trotz dieser großen Vielfalt ist
vielen Menschen gar nicht bewusst, dass Selbsthilfe bzw. eine
Selbsthilfegruppe für sie persönlich überhaupt infrage kommt oder was
diese für den Einzelnen Hilfe und Zuspruch leisten kann.
Diese Informationslücke will das Projekt „vernetzdich.de“ schließen.
Durch die Konzentration auf das Medium Internet lassen sich hierbei
auch bei der Kommunikation neue mediale Wege beschreiten. Denn
das Internet ist mittlerweile die erste Informationsquelle – auch und
insbesondere wenn es um Erkrankungen geht. Menschen
recherchieren nach Informationen im World Wide Web und diese
Suche läuft nahezu ausschließlich über Google.

Eine dem Projekt vorgeschaltete Analyse hat ergeben, dass bei der
Suche nach Erkrankungen Angebote der Selbsthilfe erst sehr weit
unten in den Suchergebnissen vorkommen. Um dies zu ändern und
zu verbessern, wird das Projekt „vernetzdich.de“ mit einer Google
AdWords-Kampagne werblich unterstützt. Denn ein weiteres
Ergebnis der Untersuchung ist, dass Suchende in der Regel nur eine
Erkrankung als Suchbegriff verwenden und wesentlich seltener einen
Begriff wie „Hilfe“ oder gar „Selbsthilfe“ dazu kombinieren.
Deswegen werden die Anzeigen zum Projekt „vernetzdich.de“ mit
Stichworten verschiedenster Erkrankungen geschaltet – und somit
der Suchende auf den Begriff „Selbsthilfe“ aufmerksam gemacht.
„Ein Klick auf eine Anzeige leitet den Nutzer auf eine zu seinem
Suchbegriff passende Landingpage des Projektes,vernetzdich.de‘.
Dadurch wird erreicht, dass der Suchende
genau das vorfindet, was er gesucht hat. Ein erster Kontakt ist
also hergestellt und der Nutzer kann sich tiefergehend über die
Thematik ,Selbsthilfe‘ informieren.“ (Daniel Zander, Werbeagentur DIE WERBTÄTIGEN)
Durch diese Art der Vermittlung wird zweierlei erreicht: Erstens
erzeugt die Wahrnehmung der Anzeige und der anschließende
Besuch der Homepage eine grundsätzliche Sensibilisierung für das
Thema Selbsthilfe bei Menschen, die noch keinerlei
Berührungspunkte damit hatten. Und zweitens hilft sie durch die
Bereitstellung der Kontaktdatenbank Suchenden, eine thematisch
passende Gruppe in ihrer Nähe zu finden.

„Wenn es uns gelingt, den Menschen schon bei der Suche nach
Informationen über ihre Krankheit oder Behinderung ein
relevantes Portal anzubieten, erhöhen wir die Chancen um ein
Vielfaches, dass wir ihnen das Thema Selbsthilfe nahebringen.
Zusätzlich schaffen wir eine Informationsquelle für die Suche
nach passenden Selbsthilfegruppen.“ (Dirk Ruiss, Leiter der vdek
Landesvertretung NRW)
Ein weiteres Anliegen des Projektes „vernetzdich.de“ ist, bereits
bestehende Selbsthilfegruppen inhaltlich erfahrbar zu machen. Dazu
bietet die Homepage die Möglichkeit, sich auf der Seite mit einer
Kurzdarstellung inklusive Foto vorzustellen.

So erfahren Besucher, dass hinter diesen Gruppen Menschen stehen
und wie Selbsthilfe konkret aussehen kann. Auch dieser Ansatz dient
dem Zweck, Berührungsängste abzubauen und die große thematische
Bandbreite aufzuzeigen.
So soll Betroffenen verdeutlicht werden, dass sie trotz ihrer
individuellen Situation mit ihrer Erkrankung nicht allein sind. Sie
können durch die Selbsthilfe mit anderen Menschen in Kontakt
kommen, die in einer ähnlichen Situation sind und mit denen sie
offen sprechen können.

Sollten Betroffene im umfangreichen Angebot der Selbsthilfe in NRW
keine passende Gruppe finden, besteht zusätzlich jederzeit die
Möglichkeit, sich über eine eigene Gruppenneugründung zu
informieren. In NRW gibt es ein nahezu flächendeckendes Angebot
an Selbsthilfe-Kontaktstellen. Hier gibt es organisatorische
Unterstützung bei der Gründung von Gruppen, aber auch Hilfe bei
der Suche nach Räumlichkeiten oder bei der Erstellung von Flyern.