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Pressemitteilung: Vorsorgemuffel Männer? Persönliche Ansprache hilft: Jeder Zweite beim Aktionsbündnis gegen Darmkrebs dabei

Mit gezielter Ansprache und einem persönlichen Einladungsschreiben an ihre Kunden haben es die
Betriebskrankenkassen als erste Kassenart geschafft, die Teilnahmeraten bei der Darmkrebsfrüherkennung
deutlich zu steigern. Im „Geburtstagsmonat“ wurden die Versicherten bundesweit angeschrieben und dabei
zur Darmkrebsvorsorge motiviert und aufgerufen.

Das Ergebnis: Mehr als jeder zweite (52 Prozent) Testteilnehmer war ein Mann. Gerade Vertreter des
„starken Geschlechts“ gelten als „Vorsorgemuffel“, die sich bislang der Darmkrebsvorsorgeuntersuchung
eher entzogen haben. Die Beteiligung der Männer bei der Darmkrebsvorsorgeuntersuchung liegt
normalerweise nur bei rund 16 Prozent.

Die detaillierten Ergebnisse des Aktionsbündnisses gegen Darmkrebs wurden heute in einem Symposium in
Berlin vorgestellt. Bei der Auswertung der immunologischen Stuhltests wurden 5 Prozent vom Befund her
positiv ermittelt. Das heißt konkret: Rund 2.000 Menschen konnte damit eine weitere Abklärung und somit
eine mögliche Entdeckung eines Tumors im Frühstadium empfohlen werden. Und bei all diesen Fällen gilt
nach wie vor: Darmkrebs ist heilbar, wenn er rechtzeitig erkannt wird.

Das Aktionsbündnis gegen Darmkrebs

Ziel des seit über einem Jahr laufenden Aktionsbündnisses gegen Darmkrebs, eine Initiative des
BKK-Landesverbandes NORDWEST, des BKK Bundesverbandes, des BKK Dachverbandes e. V., der Felix Burda
Stiftung und 58 Betriebskrankenkassen ist, die Zahl der Darmkrebserkrankungen und Darmkrebstoten in
Deutschland deutlich zu reduzieren. Jährlich sterben derzeit rund 27.000 Menschen und die Rate der
Neuerkrankungen liegt bei 70.000.

Die Betriebskrankenkassen verfolgen das Ziel, ein Einladungsverfahren in der Regelversorgung gesetzlich
Versicherter zu etablieren, ähnlich wie beim Mammographie-Screening.

  • Die Betriebskrankenkassen fordern deshalb von der Gesundheitspolitik, solch ein
    Einladungsverfahren für alle gesetzlich Versicherten in diesem Lande zu etablieren. Hierzu gehörenauch die Einführung des immunologischen Tests ab 50 Jahren in die Krebsrichtlinien und damit die Abschaffung des alten Papierstreifentests
  • sowie die Unterbreitung eines Alternativangebots für die Koloskopie-Verweigerer, den immunologischen Test.

Koloskopie-Verweigerer erhalten Alternative

Einzigartig bei diesem Aktionsbündnis ist, dass den 55-jährigen Versicherten im Einladungsschreiben
alternativ ein kostenloser Stuhltest angeboten wird, falls er sich nicht zur Darmspiegelung entschließen
kann. Derzeit nutzen bundesweit gerade einmal drei Prozent der Berechtigten die Darmspiegelung, Tendenz:
rückläufig!

Den kostenlosen immunologischen Stuhltest erhält darüber hinaus auch die Altersklasse der 50 – 54Jährigen
mit schriftlicher Einladung.

Der neue Test entspricht den Empfehlungen der Europäischen Leitlinien und des Berufsverbandes niedergelassener
Gastroenterologen Deutschlands e.V. Die Nachweisquote bei diesem immunologischen Test liegt mit 90 Prozent
(bezogen auf Darmkrebs) mehr als doppelt so hoch wie beim herkömmlichen Papierstreifentest.

Ansprechpartner:

Karin Hendrysiak, Pressesprecherin

Tel.:0201/179-1511, Fax: -1691

Mobil: 01709235426

E-Mail: Karin.Hendrysiak@bkk-nordwest.de

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