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Reinigungskräfte in NRW am längsten krank

Berufliche Tätigkeit beeinflusst das Krankheitsgeschehen
Reinigungskräfte in NRW am längsten krank

Nicht nur das Alter, sondern vor allem die berufliche Tätigkeit beeinflusst das Krankheitsgeschehen. So fehlten im letzten Jahr in NRW die Reinigungskräfte doppelt so lange wie z. B. die Beschäftigten im IT-Bereich.
Mehr als drei Wochen (23 Tage) fehlten die Reinigungsberufe, gefolgt von Verkehrs- und Logistikberufen (22 Tage) und Sicherheitsberufen (knapp 20 Tage). Am unteren Ende der Fehlzeitenskala finden sich unternehmensbezogene Dienstleistungsberufe – so in den Bereichen Recht und Verwaltung sowie Medienberufe mit jeweils „nur“ 13 Krankentagen. Auch Beschäftigte im IT-Bereich waren im Schnitt „nur“ 13 Tage krank gemeldet. Körperliche Belastungen schaden dem Rücken, emotionale der Psyche. Berufe, die vor allem mit körperlich belastenden Tätigkeiten verbunden sind (z. B. Fertigungsberufe) sind vor allem durch Fehlzeiten aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen geprägt. Dagegen zeigen sich bei Berufen mit hoher emotionaler Belastung (z. B. Gesundheitsberufe) besonders viele Fehltage aufgrund von psychischen Störungen. Insgesamt gehen in NRW etwa ein Viertel der  Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) auf Muskel- und Skeletterkrankungen zurück (24,5%), gefolgt von psychischen Störungen (16,6%) und Atemwegserkrankungen (15,9%).

Auch bei den ambulanten Diagnosen allgemein liegen die BKK Beschäftigten in NRW bei fast allen Krankheitsarten leicht über dem Bundesdurchschnitt. Gründe hierfür könnten in der immer noch stellenweise sehr körperlichen Arbeit im Ruhrgebiet liegen, verbunden mit Arbeiten mit Gefahrstoffen (Vergiftungen + 3,1%).

Krankenhaustage in NRW über Bundesdurchschnitt
In NRW sind in der Mehrzahl der Kreise die Krankenhaus-Tage (KH-Tage)oberhalb des Bundesdurchschnitts zu finden.
Die Spanne reicht von 1,6 KH-Tagen (Oberbergischer Kreis), über 2,1 KH-Tage (Gütersloh) bis zu den „Spitzenreitern“ Herne und Gelsenkirchen mit jeweils 2,7 KH-Tagen. Der BKK Gesundheitsreport 2016 „Gesundheit und Arbeit“ repräsentiert die Daten von 9,3 Millionen Versicherten, darunter 1,9 Million Ver-sicherte aus NRW.

Investitionen, die sich (fast) verdreifachen: In eine gesunde Belegschaft
Es lohnt sich auch für den Arbeitgeber, in die Gesundheit der Mitarbeiter zu investieren: Allein aufgrund reduzierter Fehlzeiten sparen Betriebe im Schnitt 2,70 Euro mit jedem Euro, den sie für die Mitarbeitergesundheit ausgeben. Dies zeigt eine Studie der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) – ein Gewinn für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die Betriebskrankenkassen in NRW verfügen seit mittlerweile 35 Jahren über eine ausgewiesene Expertise im Bereich Gesundheitsförderung bzw. Gesundheitsmanagement in Betrieben. Neben klassischen Bewegungsangeboten achten Unternehmen immer mehr auf die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter.

Der BKK-Landesverband NORDWEST vertritt die Interessen der Betriebskrankenkassen und stellt die Versorgung der
Versicherten in Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sicher. Aktuell zählt der BKK-Landesverband NORDWEST 21 Betriebskrankenkassen mit fast 3 Millionen Versicherten.

Ansprechpartner:
Karin Hendrysiak, Pressesprecherin
Tel.: 0201/179-1511
Mobil: 0170/9235426
E-Mail: Karin.Hendrysiak@bkk-nordwest.de

KH-Tage_NRW-Kreise 2015

Pflegestützpunkte

Pflegestützpunkte in Deutschland

Hier erhalten Pflegebedürftige, Angehörige und andere interessierte Personen kompetente Auskünfte und Beratungen bis hin zur Koordination erforderlicher Leistungen im Einzelfall.