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Beschäftigte in NRW immer länger krank – höchster Stand seit Jahren

Die Beschäftigten in NRW sind seit Jahren immer länger krank. Im vergangenen Jahr blieb jeder Arbeitnehmer an 19 Tagen wegen Krankheit zuhause. (2017 und 2016 waren es noch 18,2 Tage, 2015 = 16,4 und 2014=16,3 AU-Tage.)
Das geht aus den aktuellen Daten des BKK Gesundheitsreports 2019 hervor, der Arbeitsunfähigkeitsdaten von 4 Mio. beschäf-tigten BKK Versicherten, davon 800.000 in NRW ausgewertet hat. Grund des Rekordwerts ist vor allem die stark ausgeprägte Grippewelle und der damit verbundene starke Anstieg der Fehltage aufgrund Atemwegserkrankungen bzw. Infektionen.
Verantwortlich für die mit Abstand meisten Krankschreibungen in NRW waren Muskel und Skelett-Erkrankungen mit 23,8%, gefolgt von den psychischen Störungen mit 16,9% und den Atemwegserkrankungen mit 15,6%.

Höchste Krankenstände immer noch im Ruhrgebiet
Die höchsten Krankenstände fallen dabei weiterhin immer noch im Herzen des Ruhrgebiets an: während sie sich in Städten wie Bonn und Düsseldorf (jeweils knapp 14 AU-Tage) weiter unter dem Durchschnitt bewegen, liegen sie in Herne mit 27 AU-Tagen und Gelsenkirchen mit knapp 24 AU-Tagen fast doppelt so hoch.
Die Gründe für die Unterschiede bei den Arbeitsunfähigkeitstagen den Städten liegen u.a. in den Arbeitsbedingungen wie der zunehmenden Verdichtung der Arbeit und die Digitalisierung in der Arbeitswelt sowie in der Alters- und Geschlechtsstruktur.

Psychische Störungen bei Arbeitslosen besonders hoch
Auffällig ist, dass die AU-Tage der Beschäftigten in NRW durch psychische Störungen mit knapp 17 % über dem Bundesdurchschnitt liegen. Erkrankte ein Beschäftigter im Jahr 2018 an psychischen Störungen, so fehlte er im Durchschnitt mehr als 5 Wochen (37 Tage). Doch nicht nur die Arbeit, auch der Erwerbsstatus wirkt sich spürbar auf die psychische Gesundheit aus. So fielen bei den Arbeitslosen (ALG-I) 40% aller AU-Tage auf psychische Störungen zurück.

Arbeitsbedingungen wirken sich auf die Psyche aus
Wie stark die Beschäftigten von Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen betroffen sind, hängt in hohem Maße von der Arbeit und den damit verbundenen Arbeitsbedingungen ab. So kommen Beschäftigten in den Gesundheitsberufen wie z.B. der Alten- und Krankenpflege, der Sicherheitsberufe wie z.B. dem Wach und- Objektschutz und die Reinigungskräfte auf be-sonders viele AU-Tage.
Der Anstieg der Fehlzeiten aufgrund von psychischen Erkrankungen kommt aber auch durch eine schnellere und bessere Diagnostik und Therapie zustande, da häufiger als früher Betroffene erkannt und behandelt werden.

BKK bieten Lösungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement
Psychische Störungen lassen sich in der Arbeitswelt oft besser erkennen als im privaten Umfeld. So unterstützen die Betriebs-krankenkassen die Unternehmen bei der arbeitsplatzbezogenen Gesundheitsförderung, schaffen gesundheitsförderliche Ar-beitsbedingungen und helfen Lösungen für das Betriebliche Gesundheitsmanagement zu finden. Darüber hinaus bieten sie Praxishilfen an, wie z.B. die Broschüre „Psychisch krank im Job“. Sie bietet für Interessierte zahlreiche Informationen, An-laufstellen und verständliche Handlungsempfehlungen für die betriebliche Praxis.

Eine vollständige Übersicht der AU-Tage nach Kreisen und Städten in NRW siehe unter www.bkk-nordwest.de/presse

BKK-Report-2019-Regionaldossier-Nordrhein-Westfalen

AU_2018_nach_Land_Kreis_WZ_ICDHG_für_NRW_bmi_mor


Der BKK-Landesverband NORDWEST vertritt die Interessen der Betriebskrankenkassen und stellt die Versorgung der
Versicherten in Nordrhein-Westfalen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sicher. Aktuell zählt der BKK-Landesverband NORDWEST 21 Betriebskrankenkassen mit knapp 3 Millionen Versicherten.

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Ansprechpartnerin:
Karin Hendrysiak, Pressesprecherin
BKK-Landesverband NORDWEST
Tel.: 0201/179-1511
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E-Mail: Karin.Hendrysiak@bkk-nordwest.de

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