
Krebsvorsorge
Das Bündnis ist ein Zusammenschluss der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. mit gesetzlichen Krankenkassen/-verbänden und Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung. Der erste gemeinsame Schritt des Präventionsverbundes ist das Internetportal „Sei mal zu früh“, unter www.seimalzufrueh.de mit gesicherten Informationen zur Vorbeugung und Früherkennung von Krebs.
Neben zahlreichen Informationen und Tipps zur Krebsprävention und Gesundheitsförderung gibt das Portal einen Überblick über gesundheitsbezogene und qualitätsgesicherte Angebote in NRW. Der Fokus liegt dabei auf Wissensangeboten, die sich konkret am Lebensalltag der Menschen orientieren. Dies sind zum Beispiel Projekte zur Hautkrebsprävention in Kindergärten und Schulen, Vorträge für Betriebe oder Vereine, Informationen für Pflegeeinrichtungen und vieles mehr.
Hintergrund-Info zu Krebs in NRW
In NRW erkranken jährlich etwa 108.000 Menschen neu an Krebs. Laut statistischen Schätzungen des Robert Koch-Instituts sind das jeder zweite Mann (51%) und nahezu jede zweite Frau (43%), die im Laufe ihres Lebens mit einer Krebsdiagnose konfrontiert werden. Mehr als die Hälfte der jährlichen Neuerkrankungen könnte jedoch vermieden werden; etwa durch einen ausgewogenen Lebensstil.
Quelle : Landeskrebsregister NRW 2019, Robert-Koch-Institut 2019
Dem Bündnis Krebsprävention NRW gehören folgende Organisationen an:
- Krebsgesellschaft NRW e.V.
Krankenkassen/-verbände:
- AOK NORDWEST
- AOK Rheinland/Hamburg
- BARMER
- BKK-Landesverband NORDWEST
- DAK-Gesundheit
- HEK
- hkk
- IKK classic
- KKH
- KNAPPSCHAFT
- Techniker Krankenkasse (TK)
- Verband der Ersatzkassen (vdek)
- Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG)
Träger der gesetzlichen Unfallversicherung:
- Unfallkasse NRW (UK NRW)
- Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG)
- Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)
- Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU)
Kooperationspartner:
- Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BG HM)
Kontakt: Krebsgesellschaft NRW e.V.
Katrin Ahlers: ahlers@krebsgesellschaft-nrw.de
02 11- 15 76 09 974
Neue Infobroschüre der Krebsgesellschaft NRW zur Früherkennung, Therapie und Nachsorge von Brustkrebs
Die Diagnose Brustkrebs wirft viele Ängste und Fragen in fast allen Lebensbereichen auf. Die wichtigste Person ist jetzt der behandelnde Arzt. Er bespricht die therapeutischen Schritte und erklärt alle wichtigen Sachverhalte. Oft ist die neue Situation jedoch so komplex, dass Erklärungen nicht auf Anhieb verstanden werden oder sogar neue Fragen aufwerfen. Hier kann es hilfreich sein, etwas über die Erkrankung in Ruhe nachzulesen.
Qualifizierte Information bietet der neue Ratgeber der Krebsgesellschaft NRW. Orientiert an derzeitigen medizinischen Standards gibt die 60-seitige Broschüre einen Überblick über Möglichkeiten der Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge. In Befunden verwendete Kürzel werden ebenso erklärt wie Möglichkeiten des Wiederaufbaus der Brust, wenn eine brusterhaltende Therapie nicht möglich ist.
Im Anhang finden sich zudem Tipps zur Vorbereitung auf das Arztgespräch sowie Adressen von Initiativen, Institutionen und Selbsthilfegruppen, die Erkrankten wie auch Angehörigen Unterstützung und Hilfe bieten. Die neue Broschüre ist in Zusammenarbeit mit dem Team des Brustzentrums der Universitätsfrauenklinik Düsseldorf unter der Leitung von Prof. Dr. med. Wolfgang Janni und Dr. med. Karin Zwiefel (Koordinatorin Brustzentrum) entstanden. Sie dient der allgemeinen Information, der Vor- und Nachbereitung von Arztgesprächen und kann helfen, Unterstützung in weiteren Bereichen zu finden.
Ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt kann sie aber auf keinen Fall ersetzen. Innerhalb Nordrhein-Westfalens können alle Broschüren der Krebsgesellschaft NRW kostenlos bestellt werden. Beim Versand größerer Stückzahlen wird eine Portopauschale erhoben. Bestellungen sind via Internet, Fax und auch telefonisch möglich.
Für Interessierte außerhalb von NRW besteht unter https://www.krebsgesellschaftnrw.de/broschueren die Möglichkeit, die Broschüren als kostenloses PDF-Dokument herunterzuladen oder zu bestellen.
Brustkrebs in Deutschland und NRW
In den westlichen Industrieländern ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Deutschlandweit erkranken jährlich rund 58.000 Frauen neu an Brustkrebs – in Nordrhein-Westfalen sind es pro Jahr etwa 16.000 Frauen. Trotz ihres Schreckens, ist die Diagnose Brustkrebs glücklicherweise vielfach kein Todesurteil mehr. Dank immer effektiverer Früherkennung und verbesserter Therapiemöglichkeiten überleben zunehmend mehr Frauen die Krankheit. Vor allem in den letzten zehn Jahren hat die Versorgung von Brustkrebspatientinnen immense Fortschritte gemacht. Viele Frauen werden brusterhaltend operiert und führen nach der Akutbehandlung über Jahre ein weitgehend normales Leben.
Ansprechpartnerin
Dinah Oelschläger
Pressesprecherin Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V.
Volmerswerther Str. 20
40221 Düsseldorf
Tel. 0211-15 76 09 92
Fax 0211-15 76 09 99
www.krebsgesellschaft-nrw.de
Lassen Sie sich beraten :
https://www.krebsgesellschaftnrw.de/krebsberatungNRW
Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
Die wichtigste Maßnahme gegen bestimmte HPV-Infektionen ist die vorbeugende Schutzimpfung. Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen HPV für Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Spätestens bis zum Alter von 17 Jahren sollen versäumte Impfungen gegen HPV nachgeholt werden. Je früher geimpft wird, desto größer ist der Nutzen.
Erweiterte HPV-Impfung für alle Frauen zwischen 18 und 26 Jahren
Viele gesetzliche Krankenkassen zahlen die HPV-Impfung auch für Frauen und Männer über 18 Jahren. Da es sich dabei nicht mehr um eine Pflichtleistung der Krankenkassen handelt, muss jede Impfung vorab selbst bezahlt werden. Die Kosten dafür können je nach Leistung der Krankenkasse im Nachgang durch diese erstattet werden.
Welche Krankenkassen die Kosten erstatten, kann hier eingesehen werden.
Hautkrebsvorsorgeuntersuchung
Die Betriebskrankenkassen bieten Ihren Mitgliedern eine Vielzahl verschiedener Vorsorgeleistungen an. Neben den gesetzlich geregelten Krebsfrüherkennungsuntersuchungen wurde ein Vertrag zur Hautkrebsvorsorge in Nordrhein-Westfalen für Versicherte ab dem 15. bis zum 35. Lebensjahr abgeschlossen. Demnach können sich Mitglieder dieser Altersgruppe einer dem Vertrag beigetretenen BKK bei ihrem Hautarzt oder Hausarzt einer kostenfreien Hautkrebsvorsorgeuntersuchung unterziehen. Beim sog. Hautscreening wird die Haut nach Auffälligkeiten bzw. Veränderungen untersucht. Für Versicherte ab 35 Jahren ist diese Leistung bereits Teil des gesetzlichen Leistungskataloges.