Saure Zitrone: „Eigenlob stinkt“

Der Ausdruck „Eigenlob stinkt“ wird in der deutschen Sprache verwendet, um auszudrücken, dass es unangebracht oder unangenehm ist, sich selbst zu loben oder über die eigenen Leistungen zu prahlen. Es sei besser bescheiden zu bleiben, als dem Selbstlob zu frönen.
Nicht so der Bundesgesundheitsminister: „Wir haben viel erreicht“, schreibt Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) in einer Bilanz zu seiner Amtszeit in der 20. Legislaturperiode des Bundestags. In einem auf den 18. Dezember datierten zwölfseitigen Brief an die Fraktionsmitglieder der Koalition aus SPD und Bündnis 90/Die Grünen heißt es, man habe das Gesundheits- und Pflegewesen „umfassend sowie spürbar für alle verbessert und erste, notwendige und umfassende Erneuerungsschritte eingeleitet“. Die Krankenhausreform wird in diesem Zusammenhang als „die wohl größte und zugleich bedeutendste Strukturreform dieser Legislaturperiode und in jedem Fall die größte Veränderung der Krankenhausfinanzierung der vergangenen 20 Jahre“, bezeichnet.

Dass viele wesentliche Fragen offenbleiben, Umsetzungsstrategien generell fehlen oder viele Partner des Gesundheitswesens in Prozesse gar nicht eingebunden wurden, schreibt er nicht.

Wir finden, hier ist eine „Saure Zitrone“ fällig!