Die Betriebskrankenkassen rufen den Tag der Prävention ins Leben. Der BKK-Landesverband NORDWEST hat sich das Ziel gesetzt, Prävention nicht nur als Ergänzung, sondern als zentrale Säule der Gesundheitsstrategie zu etablieren. Künftig will das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) den 8. Juli in die Liste der Gesundheitstage aufnehmen.
Prävention bundesweit sichtbar machen – dieses Anliegen verfolgen die Betriebskrankenkassen. „Mit diesem Aktionstag möchten wir Prävention als zentrale Säule eines zukunftsfähi-gen Gesundheitssystems stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken“, erklärt Dr. Dirk Janssen, Vorstand des BKK-LV NW. „Unser Ziel ist es, das Gesundheitsbewusstsein in der Bevölkerung zu stärken, Gesundheitschancen zu verbessern und die vielfältigen Präventionsangebote der Betriebskrankenkassen sichtbar zu machen.“
Auch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann unterstützt das Anliegen und ist von der Notwendigkeit überzeugt, Vorsorge und Gesundheitskompetenz zu stärken: „Gesundheit fällt nicht vom Himmel. Die Menschen brauchen verlässliche Informationen darüber, wie sie ihre Gesundheit möglichst lang erhalten können und wo sie Unterstützung durch Präventionsangebote bekommen. Und das gelingt am besten, wenn alle Verantwortlichen an einem Strang ziehen.“
Bundespolitisch wird Prävention als zentrales Thema ebenfalls in den Fokus gerückt. Bis Ende 2026 soll die Expertenkommission ein zweites Gutachten vorlegen, das Strukturreformen vorschlägt.
Unser Jahresthema 2026: Gesundheit von Kindern und Jugendlichen
In diesem Jahr steht die gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt des vom BKK-Landesverband NORDWEST initiierten „Tag der Prävention“.
Ziel ist es, Kinder, Jugendliche und Eltern zu einem aktiven Umgang mit ihrer Gesundheit zu motivieren. Die Betriebskrankenkassen stehen dabei mit ihren Angeboten als starke Partnerinnen für Gesundheitsförderung wirksam zur Seite.
Bewegungsmangel und unausgewogene Ernährung können bereits früh gesundheitliche Risiken erhöhen und Folgeerkrankungen wie Adipositas und Typ-2-Diabetes begünstigen. Daten des Robert-Koch-Instituts zeigen, dass in Deutschland rund jedes sechste Kind bzw. jede sechste jugendliche Person von Übergewicht betroffen ist. Statistisch gesehen sitzt heute in fast jeder Schulklasse ein Kind mit erheblichem Übergewicht. BKK-Versichertendaten belegen, dass über 3.600 Kinder und Jugendliche mit Typ-2 Diabetes – sogenannter Altersdiabetes – leben. Gleichzeitig weisen Studien darauf hin, dass diese Entwicklungen häufig mit psychosozialen Belastungen und Stigmatisierung einhergehen können.
Die Betriebskrankenkassen engagieren sich seit vielen Jahren mit vielfältigen Angeboten zur Gesundheitsförderung in Kitas, Schulen, Betrieben und Kommunen. „Gesundes Aufwachsen ist eine zentrale Voraussetzung für Gesundheit im späteren Leben. Deshalb wollen wir Kinder, Jugendliche und Eltern frühzeitig und unvoreingenommen erreichen, um sie dabei zu unterstützen, gesundheitsförderliche Entscheidungen im Alltag zu treffen. Als Gesellschaft sind wir auch dazu verpflichtet, unsere Kinder vor gesundheitsschädlichen Substanzen oder Einflüssen zu schützen“, so Dirk Janssen.
Der BKK-Landesverband NORDWEST ist die Interessensvertretung der Betriebskrankenkassen und schließt für die Versicherten in NRW, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die Versorgungsverträge mit den Partnern im Gesundheitswesen.
Ansprechpartner:
Georg Stamelos, Pressesprecher
Tel.: +49 201179-1516, Mobil: +49 152 28875975
E-Mail: Georg.Stamelos@bkk-nordwest.de
Leitung Prävention und Gesundheitsförderung:
Isabell Hahn | isabell.hahn@bkk-nordwest.de