
Kassenartenübergreifende Projekte
Unter dem Dach der gesetzlichen Krankenkassen/-verbänden beteiligt sich auch der BKK-Landesverband NORDWEST an kassenartenübergreifenden Projekten in NRW. Dabei geht es um die Förderung von Gesundheit in allen Lebensjahren.
Das Landesprogramm Bildung und Gesundheit NRW ist ein Programm zur Förderung der integrierten Gesundheits- und Qualitätsentwicklung in Schulen. Ziel des Landesprogramms
Bildung und Gesundheit NRW ist es, die frühe Auseinandersetzung mit Gesundheitsthemen zu fördern und die „Lebenswelt Schule“ für das Engagement zur ganzheitlichen Entwicklung einer Guten Gesunden Schule zu motivieren. Hierdurch sollen sich die Gesundheits- und Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen sowie das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der in den Schulen tätigen Erwachsenen nachhaltig verbessern.
Wissen, Einstellungen und Verhaltensweisen im Umgang mit Gesundheit und Krankheit werden bereits im frühen Kindesalter erworben. Die Schule ist der Ort, an dem alle Kinder und Jugendlichen erreicht werden können – und zwar über viele Jahre hinweg. „Beste Bildung für unsere Schülerinnen und Schüler in NRW gelingt durch ein Zusammenspiel vieler Faktoren – und einer davon ist das gesundheitliche Wohlbefinden.
Das Landesprogramm wird gefördert von der Landesregierung NRW, die gesetzlichen Krankenkassen/-verbände in NRW und die Unfallkasse in NRW. Es ist nicht auf einzelne Schulformen beschränkt, alle Schulen können teilnehmen. Insgesamt knapp 300 Schulen mit mehr als 220.000 Schülerinnen und Schüler sowie über 16.500 Lehrerinnen und Lehrer sind bereits Mitglied des Programms. Weitere Schulen, die dem Prinzip der Guten Gesunden Schule folgen möchten, sind herzlich eingeladen, ebenfalls teilzunehmen und können sich an die Landeskoordinatorin Bildung und Gesundheit NRW, Marleen Opitz, wenden: 02 34 – 9 15 35-7000 oder marleen.opitz@lzg.nrw.de.
Auf der Internetseite finden Sie weitere Informationen zum Programm:
https://www.bug-nrw.de/
Sucht hat immer eine Geschichte
Der Kern der Landeskampagne bildet die Strategie zur Suchtvorbeugung. Ziel ist es, mit interaktiven und vielfältigen Angeboten für ein suchtfreies Leben zu sensibilisieren.
Unter dem gemeinsamen Dach der Kampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“ werden die bereits bestehenden Präventionsangebote „Stark bleiben. Suchtfrei alt werden“, „Leben ohne Qualm. Tabakprävention NRW“ und „Stark statt breit. Cannabisprävention NRW“ zusammengefasst.
Ermöglicht wurde der neue Auftritt unter anderem durch die erfolgreiche Zusammenarbeit und die finanzielle Förderung der Gesetzlichen Krankenkassen in Nordrhein-Westfalen.
Weitere Informationen zur Suchtkampagen finden Sie auf der folgenden Internetseite:
www.suchtgeschichte.nrw.de
Projekt „aufgeweckt“ – Gesundes Aufwachsen im Quartier

Hintergrund:
Die Schwangerschaft, die Geburt, die ersten Monate und die Kleinkinderjahre stellen hohe Anforderungen an junge Familien. Um (werdende) Eltern von der Schwangerschaft an bis zur Einschulung ihres Kindes aktiv unterstützen zu können, hat das Gesundheitsamt Rhein-Kreis Neuss mit Unterstützung von acht Krankenkassen und einer Unfallkasse sowie vielen weiteren Institutionen das Projekt „aufgeweckt“ ins Leben gerufen.
„aufgeweckt“ – ist ein Präventions- und Hilfsangebot für (werdende) Familien, Erzieherinnen und Institutionen im Stadtteil Neuss-Weckhoven, die Familien und Kinder von 0 – 6 Jahren betreuen. Die gesunde Entwicklung des Kindes – von Anfang an – steht dabei im Mittelpunkt.
Warum Neuss – Weckhoven?
Viele Familien im ausgewählten Stadtteil Neuss- Weckhoven sind durch Überschuldung, Arbeitslosigkeit und finanziell schwierigen Situationen belastet. Bei den Kindern spiegelt sich diese Problemlage darin wieder, dass 60 % der 4-Jährige bereits Störungen in mindestens zwei untersuchten Bereichen (Verhaltensauffälligkeit, Neuromotorische Störung, Sprachförderbedarf, etc.) aufweisen und einen erhöhten Unterstützungsbedarf haben. Daher bietet der ausgewählte Stadtteil Neuss- Weckhoven mit insgesamt 4 Kindertagesstätten (davon 2 Familienzentren) einen hohen Unterstützungsbedarf und einen guten Ansatz für das Modellprojekt.
Ziele
- Eröffnung und Absicherung einer erfolgreichen Entwicklungs- und Bildungskarriere für alle Kinder
- Verringerung des wissenschaftlich negativ erwiesenen Zusammenhangs zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg
- Eröffnung einer besseren Chance auf Bildung, Erziehung, Förderung und selbstbestimmte Lebensführung
- Verhinderung bzw. frühe Wahrnehmung von Kindeswohlgefährdungen
- Reduzierung der Anzahl entwicklungsauffälliger Kinder (Gewicht, Sprache, Motorik, Wahrnehmung, Verhalten, etc.)
Zielgruppen
- Kinder
- (werdende) Mütter und Väter
- Eltern, Alleinerziehende
- ErzieherInnen
- Netzwerk
Um was geht es konkret…
Durch eine bessere Verzahnung von Gesundheitssystem, Familienbildung und Kinder- und Jugendhilfe in der „Frühen Förderung“ soll eine Präventionskette im Stadtteil Weckhoven aufgebaut werden. Bisher getrennt voneinander erbrachte Angebote und Maßnahmen werden sinnvoll aufeinander abgestimmt und koordiniert, mit dem Ziel einer durchgängigen und lückenlosen Förderung und Unterstützung. Dabei werden Übergänge von einer Entwicklungsphase in die nächste, von einem Setting, wie Familie, Kita, Schule, in das nächste besonders unterstützt. Dies beinhaltet bereits die Gesundheitsförderung von werdenden Müttern und Vätern mit dem Ungeborenen in der Schwangerschaft, aber auch die Eingliederung des Kindes in den Kita-Alltag oder den Übergang zur Schule. Einzelne Bausteine werden ineinander verzahnt und durch einen Ausbau der Netzwerkarbeit im Stadtteil werden Lücken in der Präventionskette geschlossen.
Einzelne Bausteine
- Betreuung der Schwangeren und jungen Frauen mit dem Kursprogramm doppelt gesund — Prävention von Anfang an
- prokita plus – regelmäßige kinderärztliche Untersuchungen in den Kitas ab der Aufnahme in die Kita bis zur Einschulung mit integrierter Beratung der Eltern und Erzieherinnen über den Entwicklungsstand des Kindes und eventuellen Fördermöglichkeiten
- Fortbildungen für Erzieherinnen, Hauswirtschafterinnen und Tagesmütter in den Bereichen Psychomotorik, Ernährung, Pflege und Hygiene, etc. mit dem Schwerpunkt U3
- Ist-Analysen der Frühstücks- und Mittagsverpflegung
- Gesundheitsmanagement und Strukturqualität in der Kita
- Triple P, ein Erziehungskompetenz-Training für Eltern
- Weitere Elternkurse in den Bereichen Ernährung, Bewegung, 1. Hilfe-Kurse an (Klein-)Kindern
- Regelmäßige Gesundheitskurse für die Integrationsgruppe im Stadtteil, z.B. zu den Themen „gesunde Ernährung, 1. Hilfe – Kurs, etc.
- Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin zum Thema „gesundes Frühstück in der Schule“
Das Projekt wird mit Mitteln des BKK-Landesverbandes NORDWEST, energie-BKK, Barmer, Pronova BKK, Techniker Krankenkasse, AOK Rheinland/Hamburg, Knappschaft, IKK classic und DAK-Gesundheit finanziert.

